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Leidenschaftliche Liebeserklärung an den Kaffee

Rote Erde, grüne Büsche und blauer Himmel. So habe ich den Kaffeeanbau in Costa Rica erlebt. Man muss aber auch die Menschen dahinter sehen.“ Josef Kirisits, Barista

Leidenschaftliche Liebeserklärung an den Kaffee

Morgen ist Tag des Kaffees. Ein oberösterreichischer Barista erklärt, worauf es bei dem Getränk ankommt.

Von Dietlind Hebestreit, 30. September 2017 - 00:04 Uhr

Kaffee ist seine Passion: Josef Kirisits beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem Thema, verfolgt den Weg von der Kaffee-Kirsche in Brasilien oder Costa Rica bis zu heimischen Röstereien, die mit viel Know-how das Beste aus den Bohnen herausholen. Der Kaffee-Sommelier, kurz Barista (www.caffe-gemelli.at) genannt, macht Konsumenten Mut zu experimentieren: "Kaffee hat in Österreich eine lange zurückreichende Kultur. Jeder sollte die für ihn passende Variante finden."

Luft ist der Feind des Kaffees

Wer nur wenig Kaffee trinkt, ist vielleicht mit einer Kapselmaschine gut beraten. "Luft ist der Feind des Kaffees. Wer einen Vollautomaten oder ein Filtergerät hat, sollte die angebrochene Packung innerhalb einer Woche aufbrauchen", sagt der 47-Jährige. Übrigens hat ein Espresso weniger Koffein als ein Filterkaffee. "Man kann ruhig, wie die Italiener, auch am Abend nach dem Essen einen Espresso trinken. Das Koffein ist nach einer Stunde abgebaut", so Kirisits. Oft schlecht verträglich sei hingegen abends die Milch, die man deshalb weglassen sollte.

"Der beste Kaffee ist für mich der Jamaica Blue Mountain. Er wird in Holzfässern geliefert und kostet 300 Euro pro Kilo", sagt der Barista. Eine süße Note haben Kaffeesorten, die samt dem süßen Fruchtfleisch getrocknet werden. Ein neuer Trend ist sogenannter Cold Brew Kaffee, für den zwei Liter Wasser mit zehn Deka Kaffee über Nacht angesetzt werden.

Vier Espresso für die Leber

Dass man gleichzeitig genießen und etwas für die Gesundheit tun kann, erklärt Leberspezialist Primar Rainer Schöfl vom Linzer Ordensklinikum Elisabethinen: "Für die Leber sollte man vier Espresso pro Tag trinken." Dieser Empfehlung kommen viele Österreicher nach: Immerhin steht Espresso bei den Lieblingskaffees im Land nach Cappuccino (47 Prozent) an zweiter Stelle (37 Prozent).

Den dritten Platz belegen laut Tschibo Kaffeereport 2017 Latte Macchiato und Milchkaffee (35 Prozent), dahinter folgt der Filterkaffee mit 30 Prozent. Auch gekühlte Kaffeespezialitäten aus dem Supermarkt stehen mit 13 Prozent hoch im Kurs.

Doch Kaffee alleine ist oft nicht genug. Für viele Menschen ist das Heißgetränk erst mit gewissen Zutaten komplett: 54 Prozent der Österreicher genießen ihn mit Vollmilch, 32 Prozent nehmen Zucker und 17 Prozent verfeinern mit Kaffeeobers oder Kondensmilch. Weitere Geschmacksverbesserer sind Süßstoff (13 Prozent), Schlagobers (9 Prozent), lactosefreie Milch (6 Prozent), Kaffeeweißer (5 Prozent), Sojamilch (4 Prozent) und Stevia (3 Prozent). Pur genießen das schwarze Getränk immerhin 19 Prozent der Österreicher.

"Kaffee ist weit mehr als nur ein Muntermacher. Er ist Genussmittel ebenso wie ein gesellschaftliches Ritual", sagt Harald J. Mayer, Präsident des Österreichischen Kaffee- und Tee-Verbandes. Bereits zum 16. Mal feiert der Verband morgen den "Tag des Kaffees".

 

Warum wir Kaffee trinken (PDF):



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Kommentare

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