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Innviertler ist der Mann hinter den Fernsehköchen Andi und Alex

Der Rieder Ernährungswissenschafter Christian Putscher berät die Fernsehköche Andi und Alex bei der Menüzusammenstellung. Bild: Weihbold

Innviertler ist der Mann hinter den Fernsehköchen Andi und Alex

RIED/Innkreis. Wenn die Fernsehköche Andi und Alex in der ORF-Sendung „Frisch gekocht...“ Rezepte vorstellen, dann machen sie das nach den Vorgaben von Christian Putscher. Der Ernährungswissenschafter hilft den beiden bei der Auswahl der Lebensmittel – vor und hinter der Kamera.

Von Christina Tropper, 07. April 2011 - 00:04 Uhr

OÖN: Wie sind sie denn, Andi und Alex?

Putscher: Die beiden sind Künstler auf höchstem Niveau und sind privat genauso wie sie im Fernsehen rüberkommen. Die beiden nehmen meine Tipps sehr dankbar auf – da geht es viel um Kombinationen von Lebensmitteln die dann in ihrer Gesamtheit sehr raffiniert sind und glücklich machen.

OÖN: Macht Essen denn glücklich?

Putscher: Es ist wohl das einzige, was so richtig glücklich macht. Und das beginnt schon im Mutterleib. Was die Mutter gerne isst und riecht, prägt auch das Kind. Das ist freilich auch so mit der Muttermilch, die die individuellste Nahrung überhaupt ist. Ich bin der Meinung, dass Ernährung individueller als Kleidung und Schuhgrößen sein muss.

OÖN: Das spricht dann also gegen Diäten oder das Fasten in der Fastenzeit?

Putscher: Es ist falsch in der Fastenzeit etwa auf Süßes zu verzichten, denn auch ein Honigbrot, Selbstgebackenes oder Trockenfrüchte sind ja süß. Wenn man dem Körper etwas entzieht, entzieht man auch dem Gehirn das Vertrauen in sich selbst.

OÖN: Kochshows boomen bereits seit Jahren. Warum?

Putscher: Das hat mit Eigenzeit zu tun, mit Privatheit und Entspannung. Viele beginnen mit an die 40 wieder zu kochen – Ärzte Manager. Sie schauen auf sich, geben mehr Geld fürs Essen aus. Man kann sagen je bildungsnaher eine Person ist, desto wichtiger ist das Ernährungsthema. Das ist auch der Grund, warum viele Köche ihr Geld auch mit Kochkursen machen.

OÖN: Was ist die Lieblingsspeise eines Ernährungswissenschafters?

Putscher: Essen ist für mich die Erotik des Alltags und das Gegenteil von Stress – darum habe ich nicht eine, sondern viele Lieblingsspeisen. Etwa eine Eierspeise mit selbst gebackenem Brot und Kresse. Derzeit frühstücke ich auch leidenschaftlich gerne: Haferpancakes, Eier oder Topfen. Je mehr ich über das Essen erfahre, desto lieber esse ich auch.

OÖN: Was darf in keinem Kühlschrank fehlen?

Putscher: Eigentlich genügen zehn Lebensmittel, die an die Saison angeknüpft sind: Etwa Erdäpfel, Milch, Topfen Eier, Mehl, Honig oder Marmelade – damit lässt sich alles zaubern.

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