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Glanz und Dominanz der Dolomiten

Elisabetta Foradori besitzt Passion, Courage und Feingefühl und produziert die besten Weine.

Glanz und Dominanz der Dolomiten

Elisabetta Foradori aus dem Trentino gilt als eine der besten Weinmacherinnen Italiens

Von Philipp Braun, 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr

Bitte nicht dekantieren. Amphorenweine benötigen ganz wenig Luft." Die Norditalienerin Elisabetta Foradori, auch unter Amphorenkönigin bekannt, weiß, wovon sie spricht. "Lasst den Nosiola lieber im Glas. Das reicht vollkommen. Wenn der Wein im Gleichgewicht ist, öffnet er sich im Glas schneller." Von der allgemeinen, aber nicht unbedingt korrekten Vorstellung, edle und noble Weine immer zu dekantieren, hält sie wenig. Foradori war aber auch nie eine, die mit der Masse geschwommen ist.

Leidenschaft für Regionalität

Das fängt bei den Weinen an, die sie keltert. Während im Trentino vorzugsweise auf Chardonnay, Grauburgunder und Weißburgunder zurückgegriffen wird, vertraut Foradori auf die Kraft von Nosiola – eine beliebte Weißweinsorte der Vergangenheit.

An den Bedingungen hat sich wenig geändert. Ton und kalkige Böden werden von den Reben bevorzugt, und lassen einen den Geschmack der Dolomiten spüren. Weine mit einer fruchtig, frischen Aromatik. "Es ist eine großartige Rebsorte, die vom Aussterben bedroht war", sagt Elisabetta Foradori, die den Wein in Amphoren reifen lässt und vom Nosiola acht Hektar bewirtschaftet. Biodynamisch, was für die Region untypisch ist. Aber, "man fördert die Natur und ist unabhängiger", sagt sie und bemerkt nebenbei, dass die Gläser auf dem schön gedeckten Tisch noch nicht gefüllt sind. "Leere Gläser finde ich traurig." Sie lässt sich einen Schluck vom Nosiola einschenken. Im Glas wirkt der Wein fast wie filtriert (die Trübstoffe setzten sich bereits in der Amphore ab), in der Nase und am Gaumen spürt man leichte Blütennoten, angenehme Würze, feine Aromen und ein gutes Tannin. Nicht zu wuchtig. Es macht Spaß, den Wein zu trinken.

Wie beim Weißwein forciert sie auch bei den Roten die heimischen Sorten. Teroldego (die Betonung liegt auf der zweiten Silbe) wird angebaut und ist das Aushängeschild der Winzerin. Das Flagschiff sind die "Granato-Jahrgänge", die mit Feinheit, edler Würze, einem Hauch von Orient, Salzigkeit und Fruchtaroma begeistern, und einen tief einatmen lassen. Um Luft für den nächsten Schluck zu holen.

Weine von Foradori gibt es bereits ab 19,90 (Teroldego 2014).
Erhältlich zum Beispiel unter www.wagners-weinshop.com

 

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