Der Universitätsprofessor, den die Zither fast sein ganzes Leben lang begleitet und der von den Möglichkeiten des Instrumentes bis heute fasziniert ist, ist ein Verfechter der akustischen Variante. Dennoch kann man sich dem Zeitgeist nicht verschließen. So wird am 18. Februar in der Landesmusikschule Altheim die neue Konzertzither, das „Modell Wilfried Scharf“, ebenso präsentiert wie eine elektronische Zither. Das ist der erste Programmpunkt des „Zither Style“. Vorgestellt wird bei dieser Gelegenheit auch ein neues Notenwerk von Scharf. Das kommt den 350 im Landesmusikschulwerk Lernenden ebenso zu Gute wie den mehr als 1000 Zither-Spielern im Alter von sieben bis 90 Jahren im Land. Denn schließlich wollen alle Lieder spielen. Scharf gibt ihnen also, was sie brauchen, und führt mit Schülern und Studenten auch gleich vor, wie das klingt.
Weil es natürlich auch um das musikalische Erlebnis geht, kann man in Altheim auch jede Menge Musik hören. Solisten und Ensembles aus den Landesmusikschulen des Landes, eine musikalische Zeitreise und die Kombination von Zither und Gitarre, die Scharf und Gitarrist Albin Waid unter dem Titel „Saitenwege“ sogar auf CD verewigt haben. Diese Produktion wird ebenfalls in Altheim präsentiert.
Noten- und Instrumentenausstellung ergänzt den „Zither Style“, der um 12 Uhr beginnt und bei freiem Eintritt zu besuchen ist. Und wer weiß? Vielleicht kommt der eine oder andere auf den Geschmack und wird feststellen, dass die Zither weit mehr Möglichkeiten und Varianten bietet, als es die weltberühmte Melodie aus „Der dritte Mann“ vermuten ließe. Scharf wird jedenfalls weiter unterwegs sein, um die Bedeutung des „Klaviers für den kleinen Mann“ zu erhöhen. (rgr)
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