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Wenn der Blitz einen Löwen trifft

Opel entlieh von Peugeot den 3008 und formte ein neues Modell – ab 22.190 Euro.

Wenn der Blitz einen Löwen trifft

Die Motoren des größten Opel-SUV – ein Diesel und ein Benziner – kommen aus dem Peugeot-Regal. Bild: Opel

Wir haben vor viereinhalb Jahren begonnen, mit PSA an diesem Projekt zu arbeiten", erzählt Uwe Müller. "Dieses Projekt" – damit meint der Opel-Designer den Grandland X, den größten SUV der deutschen Traditionsmarke. Wen der Opel-Kauf durch die PSA-Gruppe (Peugeot, Citroen, DS) im heurigen Frühjahr überrascht hat, Rüsselsheim und Paris liegen offenkundig schon länger nahe beisammen. Die Löwen-Marke brachte das Produkt als 3008 auf den Markt, Opel zieht ab 13. Juli nach.

"Wir sprechen andere Kunden an als die Franzosen", sagt Alexander Struckl. Der Opel-Österreich-Chef erwartet hierzulande 4000 bis 6000 Grandland-X-Verkäufe pro Jahr. Wer von den Opel-SUVs den Kühlergrill vorne haben wird – Mokka X, Crossland X oder Grandland X –, wagt der Wiener nicht zu prognostizieren.

Blitz und Bügelfalte

Das Design ist unverkennbar Opel: Die Bügelfalte in der Motorhaube ist ebenso typisch für die Rüsselsheimer wie der trapezförmige Kühlergrill mit dem Opel-Blitz. Ein breiter, schwarzer (Kunststoff-)Rand säumt die Unterkante des SUVs (inkl. Radkästen), ein silberner Unterfahrschutz vorne ist angedeutet. Die Matrix-LED-Scheinwerfer scheinen schmal, die Nebelscheinwerfer leuchten seitlich weit unten. Opel liegt mit dieser Anordnung voll im Design-Trend.

Die Inneneinrichtung kommt unzweifelhaft aus Rüsselsheim – inklusive des genialen OnStar-Systems, über das nicht nur Notrufe abgesetzt, sondern auch Hotels gebucht und freie Parkplätze gesucht werden können. Die Schaltzentrale ist ein bis zu acht Zoll großer Touchscreen, über den auch WLAN-Hotspots freigegeben werden können. Apple Car Play ist serienmäßig an Bord wie auch das kabellose Laden für Smartphones. Die Liste der Assistenzsysteme ist lang: Toter-Winkel-Assistent, Spurhalteassistent, Verkehrsschilderkennung, 360-Grad-Kamera, Frontkollisionswarner, Müdigkeitserkennung etc. Für das Dach stehen zwei Optionen zur Auswahl: entweder ein schwarzes oder ein Glas-Panorama-Dach. Ein Allradantrieb fehlt im Prospekt, dafür gibt’s die Grip-Control (Fünf Modi: von Matsch und Schnee bis hin zu "ESP ausschalten"). Für Einsätze im leichten Gelände taugt die Allrad-light-Version allemal.

Zum Start schickt Opel einen Diesel und einen Benziner ins Rennen, 2018 folgen weitere Antriebe. Beide Aggregate stammen aus dem Peugeot-Regal. Der Grandland X, der im Kofferraum 514 bis 1652 Liter verstauen kann, kommt im Oktober nach Österreich. Einführungspreis: 22.190 Euro.

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Artikel Carsten Hebestreit 17. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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Opel Grandland X

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