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Von der Lust in der Premium-Klasse einzuparken

Nach Phaeton und Passat CC wagt VW erneut den Einstieg in das Premium-Segment – Das Coupé heißt Arteon

Von der Lust in der Premium-Klasse einzuparken

Die riesige Heckklappe öffnet elektrisch, bei umgeklappten Sitzen passt 1557 Liter Ladung rein. Bild: VW

Volkswagen. Wie der Name zweifelsfrei vermittelt, bauen die Wolfsburger Autos fürs Volk. Also für die Masse. Wie einst den Käfer, den Bully. Und seit langem den Golf und den Passat. Premium verbunden mit Luxus? Ist eigentlich nicht die Sache der Niedersachsen, doch ließ VW den Phaethon in der Gläsernen Manufaktur von Hand fertigen. Noch heute beschwören die Wolfsburger, das Premium-Projekt habe sich ausgezahlt. Nicht finanziell, aber imagemäßig. Fakt ist, der Phaethon taucht seit 2016 ausschließlich in Gebrauchtwagen-Inseraten auf, die Produktionsmaschinen in Dresden sind abgebaut. Eine Kategorie darunter bahnte sich der Passat CC (seit 2012 nur CC) den Weg in die Zulassungsstatistiken, bis VW auch für dieses Modell seit dem Vorjahr keine Neuwagenprospekte mehr druckt. Aus. Vorbei.

Lust auf Premium

Und doch: Volkswagen ist die Lust am Premium-Segment nicht vergangen. VW-Jung-Designer Tobi Sühlmann durfte den Bleistift in die Hand nehmen. Das gewagte Werk kommentierte die Konzernspitze lapidar: "Umsetzen!"

Am 23. Juni kommt der Arteon in Österreichs VW-Schauräume. Ein dynamisches Sport-Coupé mit 20-Zöllern (Highline), 563 bis 1557 Litern Stauraum (Argument fürs Flottengeschäft) und Top-Technik (vorausschauendes Fernlicht sowie vorausschauender Tempomat).

Die LED-Scheinwerfer agieren vorausschauend, sagt VW. Kommt eine scharfe Kurve, registriert der Arteon dies via Kamera bzw. Navi-System. Bis 60 km/h schaltet sich das jeweils kurveninnere Nebellicht dazu, ab diesem Tempo schwenkt das blendfreie Fernlicht in Richtung der Kurve. Dadurch würden Fahrbahnbereiche entscheidend früher ausgeleuchtet, sagt ein Volkswagen-Sprecher.

Vorausschauender Tempomat

Ähnlich agiert der vorausschauende Tempomat. Vor scharfen Kurven reduziert das ACC-System (Adaptive Cruise Control) automatisch die Geschwindigkeit. Ebenso bei Autobahn-Abfahrten etc. Kamera und Navi zimmern sich auch hier ein Bild zusammen ehe das System bei Bedarf eingreift.

Das Notfall-System wiederum reagiert in Sekundenbruchteilen: Seitenfenster werden bis auf einen kleinen Spalt geschlossen bzw. geöffnet (Der Airbag löst besser aus), Rückenlehnen aufgestellt, Gurte straff gezogen etc. – dies nicht nur, wenn vor dem Arteon Gefahr (Stauende) droht, sondern erstmals auch in dem Bereich 90 bis 110 Meter hinter dem Wagen.

Der Arteon startet bei 42.990 Euro (2,0 TDI 150 PS 7-Gang-DSG Trendline).

 

VW Arteon: Die Motoren

Volkswagen wird für den Arteon jeweils drei Benziner und drei Dieselmotoren anbieten. Zum Start am 23. Juni stehen zwei TDIs und ein TSI zur Auswahl.

2,0 TDI mit 150 PS: Der TDI entwickelt 150 PS zwischen 3500 und 4000 U/min. Von 1750 bis 3000 U/min leistet er 340 Nm. Spitze: 220 km/h. In 9,1 Sekunden beschleunigt er von 0 auf Tempo 100. Verbrauch: 4,4 Liter. Die CO2-Emission liegt bei 116 g/km.

2,0 TDI mit 240 PS: Zwischen 1750 und 2500 U/min produziert der Vierzylinder 500 Nm Drehmoment. CO2-Emission: 152 g/km. Verbrauch: 5,9 Liter.

2,0 TSI mit 280 PS: Zwischen 1700 und 5600 stehen 350 Nm zur Verfügung. In 5,6 Sekunden beschleunigt er aus dem Stand auf 100 km/h, bei 250 km/h wird abgeregelt. CO2-Emission: 164 g/km. Mix-Verbrauch: 7,3 Liter Super.

Im Herbst folgen ein 1,5-Liter-TSI (150 PS), ein 190 PS-TSI sowie ein 190 PS-TDI. Allrad und 7-Gang-DSG stehen optional zur Auswahl

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Artikel Carsten Hebestreit 13. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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