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Vom Himalaja in den Westen Alaskas

Skoda stellte den Nachfolger des Yeti vor: den Karoq. Der kompakte SUV fährt nicht nur auf Allrad ab, sondern auch auf extrem viel Konnektivität. Ab Oktober kommt er nach Österreich.

Vom Himalaja in den Westen Alaskas

Kein reiner Stadt-SUV: Der Karoq macht sich dank 4x4-Antrieb und fünf Fahrmodi (darunter "Allrad") gerne schmutzig. Bild: Skoda

Karoq – das klingt nach Kauderwelsch. Ist es auch. Und zwar in der Sprache der Alutiiq, der Ureinwohner von Kodiak. Eben jener Insel, die jüngst erst dem neuen, großen SUV von Skoda den Namen lieh: dem Kodiaq.

Karoq wiederum ist ein Konglomerat aus den beiden Alutiiq-Wörtern "carou" (das Auto) und "oqua" (der Pfeil). "Pfeil deshalb, weil auch im Skoda-Logo ein Pfeil zu sehen ist", klärt ein Sprecher der Tschechen auf.

In Stockholm stellte Skoda-Chef Bernhard Maier den neuen, kompakten SUV vor, der als Nachfolger des Yeti gilt. Zumindest inoffiziell. Die Tschechen reisten namentlich also vom Himalaja-Massiv in den Westen Alaskas.

Karoq sieht dem Kodiaq ähnlich

Ähnlichkeiten zwischen Yeti und Karoq sind keine erkennbar, dafür springt optisch der große Skoda-SUV ein. Allerdings: Eine "Mama, ich habe den Kodiaq geschrumpft"-Ausgabe ist der Karoq auch wieder nicht. Egal. Die knackigen Proportionen passen, der Kompakt-SUV ist schon beim ersten Wimpernschlag als echter Skoda erkennbar.

Auf 4,38 Metern Länge und 1,84 Metern Breite hat der Tscheche, was alle Modelle aus Mlada Boleslav haben: extrem viel Raum. Der zudem variabel genutzt werden kann – mit der optionalen VarioFlex-Rückbank. Die Sitze können längs zehn Zentimeter verschoben und mit zwei, drei Handgriffen ausgebaut werden. Auf der völlig ebenen Ladefläche lassen sich dann 1810 Liter verstauen. Mit umgeklappter Rückbank nimmt der Karoq 1630 Liter auf. Im Serienmodell liegt das Kofferraum-Fassungsvermögen bei 521 Liter, mit VarioFlex bei 479 bis 588 Liter.

Geniales Instrumenten-Panel

Wie beim genialen Virtual Cockpit bei Audi kann man nun auch beim neuen Skoda-Instrumenten-Panel aus vier Anzeigen-Layouts wählen. Ein Muss für Karoq-Käufer!

Für die Konnektivität räumten die Tschechen das Konzern-Regal fast völlig leer: 9,2-Zoll-Touchscreen, WLAN-Hotspots, ständige Internet-Verbindungen, Apple CarPlay, Android Auto, MirrorLink, induktives Laden von Smartphones und eine Flut an digitalen Gimmicks mehr. Inkludiert ist die Skoda-Smartphone-App, über die viele Fahrzeug-Infos abrufbar sind. Und sich manche Funktionen steuern lassen.

Der Karoq tritt ab 20. Oktober gegen seinen Konzernbruder Seat Ateca (die Türen sind übrigens ident) sowie andere Kompakt-SUVs wie den Nissan Qashqai an. Preislich wird der Tscheche knapp über dem spanischen Bruder angesiedelt.

Skoda Karoq: Die Motoren

Skoda verpflanzt starke Motoren in den Karoq: zwei Benziner, darunter der brandneue 1,5 TSI mit Zylinderabschaltung, sowie drei Dieselaggregate.

  • 1,0 TSI: Dreizylinder; 115 PS bzw. 175 Nm; CO2-Emission 117 g/km; Verbrauch 5,2 l/100 km
  • 1,5 TSI: 150 PS bzw. 250 Nm; CO2 119 g/km; 5,1 l/100km
  • 1,6 TDI: 115 PS bzw. 250 Nm; CO2 118 g/km; 4,5 l/100 km
  • 2,0 TDI: 150 PS bzw. 340 Nm; CO2 115 g/km; 4,4 l/100 km
  • 2,0 TDI: 190 PS bzw. 400 Nm, CO2 138 g/km, 5,3 l/100 km

Mit Ausnahme des kraftvollsten Dieselmotors können alle Aggregate wahlweise mit einem
6-Gang-Schaltgetriebe oder einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bestellt werden. Der 2,0 TDI mit 190 PS fährt serienmäßig mit Allradantrieb und dem 7-Gang-DSG vor.

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Artikel Carsten Hebestreit 03. Juni 2017 - 03:14 Uhr
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