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Rotax rüstet die kleinsten Renner um: Starker Elektro-Schub für Gokarts

GUNSKIRCHEN. Gunskirchner planen eigene Rennserie, die auch in Stadtzentren Rennen austrägt.

Rotax rüstet die kleinsten Renner um: Starker Elektro-Schub für Gokarts

Mit Boost 33 PS und 46 Nm: Die E-Carts sprinten in 3,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100, erzählt Rotax-Chef Thomas Uhr Bild: heb

"Eine neue Ära beginnt!" Rotax-CEO Thomas Uhr sparte bei der Präsentation des Elektro-Karts namens "Thunder" bei den E-Mobility Play Days in Spielberg nicht mit Superlativen. 130 Kilogramm schwer, 20 Kilowatt stark, Strom für zehn Vollgas-Minuten und in 3,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 – das E-Kart soll weltweit den Kart-Sport revolutionieren. "Wir laden zu einer neuen Rennserie ein, der E-Cart-Challenge", sagt Uhr. Weil weder Abgase emittiert noch Lärm verursacht werden, peilt der Gunskirchner Rennen auch in Stadtzentren an – wie bei der Königsklasse des E-Sports, der Formel E.

Hilfe bei der Entwicklung des kleinen, lautlosen Rennboliden hat sich Rotax in Italien geholt: Bei SMRE in der Nähe von Perugia werden die 2,5-kWh-Akkus und die E-Motoren gebaut. Das Kart selbst wird in Gunskirchen gefertigt. "Die größte Herausforderung war das Gewicht", sagt Manuel Adam, Geschäftsführer vom eben erst gegründeten Rotax-/SMRE-Ableger Ric Tech, der sich um Vertrieb, Marketing und Organisation der künftigen Rennserie kümmert. Die Entwickler konnten das Gewicht auf 130 Kilogramm drücken.

Getestet hat das lautlose Gefährt Formel-3-Pilot Ferdinand Habsburg. Der 20-Jährige ist seit den ersten Runden begeistert. "Die Leistung steht sofort zur Verfügung", sagt der Rennfahrer im OÖN-Gespräch. Dadurch lasse sich das Gaspedal auch besser dosieren. "Auf nassem Asphalt hat man dadurch mehr Gefühl." Der Motorensound fehle nicht, sagt Habsburg. "Während des Rennens bist du ohnehin auf die Strecke konzentriert. Und drinnen ist’s generell nicht so laut wie draußen. Darum vermisse ich den Sound des Verbrenners überhaupt nicht."

Obwohl der "Thunder" ein eigenes Produkt sei, wie Thomas Uhr betont, werden auch andere Rotax-Gefährte elektrifiziert. Wann und welche – darüber schweigt der Gunskirchner noch eisern. (heb)

 

GoCart „Thunder“

Motordaten: 20 kW (mit Boost 24 kW), 46 Nm, max. U/min 7800, 96 V Systemspannung,
Akku: 2,5 kWh (2x1,25 kWh), Ladezeit: 50 min bzw. 6 Stunden, 18 kg/Akku, Luftkühlung

 

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Artikel 09. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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