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Kritik an Ökoprämie

LINZ. "Alles nur ein Marketing-Gag": OÖN-Leser machten den Test und sind ernüchtert.

Kritik an Ökoprämie

Gebrauchten eintauschen und verschrotten: Käufer müssen exakt rechnen! Bild: APA

Nicht mit Kritik sparen OÖN-Leser an den vielen Öko-, Umwelt- und Verschrottungsprämien, die viele Marken derzeit anbieten. "Diese Prämien sind in Wahrheit nichts anderes als ein Marketing-Gag", sagt Reinhard G., der seinen Wagen (Euro-4) eintauschen und einen neuen Renault der Abgasklasse Euro-6d kaufen wollte. Denn Renault wirbt mit einer Prämie von 4000 Euro. "Neuwagen werden ja mit einem Rabatt von 15 bis 20 Prozent verkauft. Darum habe ich versucht, bei Renault-Händlern in Oberösterreich, Wien, Salzburg und der Steiermark mein Altfahrzeug einzutauschen, einen Neuwagen zu erwerben und dafür zusätzlich die Prämie zu erhalten", sagt der OÖN-Leser.

Bonus in Rabatt enthalten

"Mir haben aber alle Verkäufer erklärt, dass der Öko-Bonus bereits in der normalen Rabattierung enthalten sei", sagt Reinhard G. Nachsatz: "Auf Nachfragen bekam ich stets die Antwort, dass es den Verkäufern sehr leid tue, aber die Öko-Prämie existiere nicht wirklich!"

Enttäuscht ist auch OÖN-Leser Wolfgang W., der Interesse an einem Ford Kuga zeigte. Und Angebote einholte. "Von den 7000 Euro Ökoprämie für den Ford Kuga bleiben gerade noch 1000 Euro übrig, der Rest versteckt sich im Rabatt, den Käufer sowieso erhalten – Ökoprämie hin oder her", sagt er. Diese 1000 Euro wären der Preis für seinen Gebrauchten. Allerdings hätten mehrere Ankauftests ergeben, dass der alte Peugeot von Wolfgang W. 1300 bis 1700 Euro wert gewesen wäre – bei Rückgabe an einen Händler. "Auf dem Privatmarkt hätte ich noch 2000 Euro bekommen."

Auch ein Schwenk zu Hyundai konnte die Enttäuschung nicht lindern. Dort werde eine "Wechselprämie" gewährt, egal, ob ein Altfahrzeug eingetauscht wird oder nicht. "Wo für mich hier der Umweltaspekt bleibt, ist für mich vollkommen unklar", so sein Fazit.

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Artikel Carsten Hebestreit 26. September 2017 - 00:04 Uhr
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