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Ganz schön gemausert

Nissan ist mit dem neuen Micra ein optischer Wurf gelungen. Ein feiner Stadt-Land-Cruiser, mit dem man zwar nicht wahnsinnig schnell, dafür aber wahnsinnig flott unterwegs ist.

Ganz schön gemausert

Micra, graue Maus? Von wegen. Flott und bunt ist die Gegenwart. Bild: Nissan

Tatsächlich hat es sich ja "ausgemaust". Denn der Micra, der sich als "Micra Mouse" fix im Kopf verankert hat, hat in der fünften Generation evolutionär eine neue Stufe erklommen und somit das Mausdasein abgelegt. Er ist größer geworden (um 17 Zentimeter) und breiter (acht Zentimeter). Also europäischer – ohne ein Klischee strapazieren zu wollen, denn der Micra wurde tatsächlich für den europäischen Markt maßgeschneidert.

Wer allerdings in die Länge wächst, dem schadet ein wenig mehr Umfang ohnehin nicht. Schon gar nicht, wenn der neue, taillierte Anzug die Breite so gut kaschiert, wie im Falle des Micra.
 

Design: Wer das Vorgängermodell vor Augen hat, der wird den neuen Micra auf dem Parkplatz nur schwer finden (außer er ist Parkordner; Stichwort Strafzettel ...). Von der Facelift-Auszeit ist der Micra ausgesprochen schnittig zurückgekehrt. Länger, breiter, flacher. Die Türgriffe für den Fond befinden sich in der C-Säule und verschwinden optisch im Übergang zwischen getönten Scheiben und Heckscheibe. Hier hat allerdings die Optik über die Funktionalität obsiegt. Kleinkinder können die Tür nur schwer öffnen. Dennoch: Modernes Design, das sich perfekt in die Modellreihe einfügt. Wäre der Micra selbst ein Kind, dann heiße es, er sei den Eltern wie aus dem Gesicht geschnitten.

Innenraum: Die Innenarchitekten waren nicht ganz so mutig wie die Designer der Karosserie. Dennoch: übersichtlich, klar, elegant aber auch ein wenig frech. Ab der Modellreihe "Acenta" (OÖN-Testauto) gibt’s ein 7-Zoll-Farbdisplay, das übersichtlich und einfach zu bedienen ist. Knöpfe? Fehlanzeige! Nur ein kleiner Rest verteilt sich rund ums Lenkrad. Fazit: Alles dort, wo’s der Lenker sucht! Fein ist zudem, dass die Zweitfarbe im Cockpit analog zur Fahrzeugfarbe abgestimmt werden kann. Beim Navi wiederum fehlte das aktuelle Update - Nur für den Fall, dass tatsächlich jemand die vorgeschlagene Route über die Eisenbahnbrücke nehmen möchte. Je nach Ausstattung verwöhnt ein Bose-Soundsystem die Ohren.

Fahrwerk: Der Micra steht generell in zügig gecarvten Kurven solide auf seinen nunmehr weiter auseinanderliegenden "Vieren". Wobei sich manche eine straffere Federung wünschen würden.

Motor: Tja. Ein Kleinwagen mit 71 PS eben. Führt der Weg auf der Autobahn oder Überland bergauf, dürfen die Straßenkameraden getrost überholen. Ist der Micra aber in Fahrt, sollte man stets den Tacho im Blick haben. Auch die Geräuschdämmung ist sehr gut.

Fazit: Der Micra entwickelte sich vom etwas pummeligen Maus-Auto zu einem schnittigen City-Modell, das nun gut ausgestattet zu einem günstigen Preis feilgeboten wird.

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Artikel 13. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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