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Der Stern, der plötzlich redet

"Hey Mercedes!" – In der neuen A-Klasse wartet eine völlig neue Sprachsteuerung auf Befehle – Doppel-Display erstmals mit Touchfunktion und Touchpad.

Der Stern, der plötzlich redet

Viel LED an der Front. Bild: Mercedes

Die Stuttgarter haben Sinn für Humor. Beim Eingang in die alte Fabrikhalle, in der die vierte Generation der A-Klasse Weltpremiere feierte, hieß ein lebensgroßer Elch die Gäste willkommen – in Anlehnung an die gekippte A-Klasse, die den Elchtest vor 20 Jahren weltberühmt machte. Dabei nehmen die Mercedes-Männer und -Frauen das Thema A-Klasse ernst, ist doch das Einstiegsmodell in das Sternenuniversum der neue Technologieträger der Marke – und nicht wie üblich die konzerneigenen Nobel-Karossen.

Der Stern, der plötzlich redet

1997 kippte die A-Klasse – ein Super-GAU. Foto: APA

"Erzähl einen Witz!"

Dieter Zetsche, der Boss höchstpersönlich, reiste an, um vor ausgewähltem Publikum – darunter die OÖN – die vierte Generation anzupreisen. Und forderte das Bord-System der neuen A-Klasse auf, einen Witz zu erzählen. "Das geht nicht! Ich wurde von Deutschen konstruiert!" Selbstironie auf höchster Stufe.

Der Stern, der plötzlich redet

 

Was Zetsche aber in den Mittelpunkt rückte, war die neue, geniale Sprachsteuerung. Nicht mehr "Heizung um drei Grad höher drehen" lautet der Befehl, sondern ein "Mir ist kalt" genügt. Um wie viel Grad – das lernt das System mit der Zeit. Mehr Kreativität wäre für die Aktivierung der Sprachsteuerung gefragt gewesen. Nicht "Hey Siri" (Apple) oder "Alexa" (Amazon) wecken das System auf, sondern banal das "Hey Mercedes". Aus der S-Klasse entnahmen die Stuttgarter auch die beiden 10 Zoll riesigen Displays im Armaturenbrett. Allerdings haben die Bildschirme nun endlich eine Touch-Funktion, und der Dreh-/Drück-Regler wurde durch ein quadratisches Touchpad auf der Mittelkonsole ersetzt. Ob der Lenker beim Hantieren auf der sensiblen Oberfläche während der Fahrt genauso zielsicher ist wie mit dem Drehregler, müssen freilich erste Fahrtests zeigen.

Der Stern, der plötzlich redet

Eine durchgehende Scheibe für die beiden 10-Zoll-Displays.

Die Displays lassen sich individuell gestalten, bis zu 600 Einstellungsdetails können personalisiert werden – nicht nur das Design und die Reihenfolge der Inhalte, sondern auchdie Temperatur, die Sitzeinstellungen etc.

Mehr automatisiertes Fahren

Näher an das autonome Fahren rückt die A-Klasse heran. Der Radar-Tempomat (Distronic) sowie der Aktive Lenk-Assistent agieren komfortabler, vor Kurven, Kreuzungen und Kreisverkehren bremst die Distronic automatisch ab.

Neu im Motorenprogramm sind der 1,4-Liter-Benziner (M282, 163 PS), der 2,0-Liter-Benziner (M 260, 224 PS) sowie der 1,5-Liter-Diesel (OM 608, 116 PS). Marktstart ist im Juni.

Der Stern, der plötzlich redet

Das quadratische Touchpad (Fotos: Mercedes)

A-Klasse (4. Generation): Die Motoren

Drei neue Motoren stehen bei Mercedes auf der Startliste der A-Klasse: zwei Benziner und ein Diesel.

A 200: 120 kW/163 PS bzw. 250 Nm; mit 7G-DCT-Doppelkupplungsgetriebe (Kraftstoffverbrauch kombiniert 5,1 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 120 g/km) oder Sechsgang-Schaltgetriebe (Kraftstoffverbrauch kombiniert
5,6 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 133 g/km). Der 1,3-Liter-Vollalu-Vierzylinder (M 282) ist der Nachfolger des 1,6-Liter-Benziners. In Verbindung mit dem DCT-Getriebe aktiviert der Vierzylinder bei Bedarf die Zylinderabschaltung.

A 250 mit 7G-DCT-Doppelkupplungsgetriebe (165 kW/224 PS), 350 Nm; Kraftstoffverbrauch kombiniert 6,0 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 141 g/km). Die Weiterentwicklung des M 270 hat erstmals Conicshape: Um die Reibung der Kolben zu minimieren und den Spritverbrauch zu senken, ist die Zylinderbohrung wie der Schalltrichter einer Trompete geformt.

A 180 d mit 7G-DCT-Doppelkupplungsgetriebe (85 kW/116 PS), 260 Nm; Verbrauch 4,1 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 108 g/km). Serie ist der 43-Liter-Tank, gegen Aufpreis gibt’s einen 51-Liter-Tank.

Video:

Die Geschichte der A-Klasse

 

1997 Umfaller: Es war der GAU: Ein schwedischer Motorjournalist landete bei der ersten Präsentation der A-Klasse (Baureihe 168) am 21. Oktober 1997 bei einem Ausweichmanöver („Elchtest“) auf dem Dach. Mercedes rüstete das ESP nach, das Modell verkaufte sich 882.661 Mal, die Langversion 204.212 Mal.

 

2004 Langversion: Die zweite Generation kam sieben Jahre nach dem Start der Bauserie auf den Markt. Mercedes kippte die Kurzversion aus dem Programm, dafür war die Baureihe 169 nicht nur als Fünftürer, sondern auch als Dreitürer (Coupé) erhältlich.

 

2012 Umgekrempelt: Der Sandwichboden, in dem Batterien für den E-Antrieb des Minivans untergebracht werden sollten, entfiel, das Konzept und das Design wurden völlig umgekrempelt. 18 Zentimeter niedriger, dafür 4,29 Meter lang war die dritte Generation (W 176).

 

 

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Artikel Carsten Hebestreit 10. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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