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Das war's: Ende des 2-Takt-Vergasers

MATTIGHOFEN. Weltweit erste Benzineinspritzung war eine schwere Geburt, bringt dafür etliche Vorteile und ermöglicht dem drehfreudigen Motor künftig einen saubereren Auftritt.

Das war’s: Ende des 2-Takt-Vergasers

Beim Erzbergrodeo, dem größten Enduro-Rennen, musste sich die Einspritzung beweisen. Die Herausforderung wurde perfekt gemeistert. Bild: Werk

Nur noch ein Nischendasein führt der Zweitakt-Motor. In Mopeds und in Rasenmähern ist der nicht eben sauber verbrennende Triebling zu finden, und im Motocross- bzw. Endurosport. Hier geht es um rasch verfügbare Spitzenleistung und wenig Gewicht. Lange war der große Nachteil, die vergaserdosierte Verbrennung von Öl, das der Schmierung dient, nicht gut in den Griff zu bekommen. Nun präsentiert die KTM AG eine Weltpremiere, die dem Zweitakter eine Zukunft gibt: Benzineinspritzung.

Zwei Modelle der 2018er-KTM-Palette, die 250er und die 300 EXC, tragen den Zusatz TPI. Transfer Port Injection heißt das und bezeichnet jenen Punkt, wo das Benzin-Luft-Gemisch mit 3,5 bar Druck eingespritzt wird, nämlich bei den Überströmkanälen. Benzinmenge, Ölbeimischung und Zündzeitpunkt errechnet eine ECU aus Sensordaten. "Man kann sagen, dass das gesamte Know-how der ECU und der Thermodynamik im Brennraum steckt", sagt Joachim Sauer, KTM-Offroad-Produktmanager. Der Rest ist bewährte Technik von den Viertaktern: Einspritzdüsen, Einspritzpumpe und Benzinpumpe. Hier schlägt auch der einzige Nachteil zu Buche: drei Kilo Mehrgewicht. Ja, und ein wenig teurer sind Einspritzer auch.

Dem stehen gewichtige Vorteile gegenüber: viel weniger Verbrauch und damit geringere Kosten, kein überlaufender Vergaser mehr, präzise Getrenntschmierung und saubere Verbrennung mit Abgaswerten, die der Euro-4-Norm entsprechen. Und besonders fahrerfreundlich: Die Gemischaufbereitung funktioniert bei Hitze auf Meereshöhe genauso zuverlässig wie bei null Grad auf 3000 Metern. Kein Stress mehr mit der Anpassung der Bedüsung.

Den Härtetest mussten die Einspritzmodelle kürzlich auf dem Erzberg bestehen, wo das berüchtigte Rodeo stattfindet (heuer: 15. bis 18. Juni). Sauer berichtet: "Nie zuvor haben sich die KTM-Mechaniker so gelangweilt. Kein Tanken, kein Schrauben, keine Einstellarbeiten. Die Motorräder liefen problemlos und mit überraschend wenig Treibstoff." Leistung und Drehmomentverlauf gleichen den Vorgängermodellen, die Laufkultur im niedrigeren Drehzahlbereich habe sich erhöht. "Den Motor abzuwürgen ist fast unmöglich!", sagt Sauer euphorisch.

Preise: 250 EXC TPI; 9350 Euro, 300 EXC TPI: 9750 Euro

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Artikel Klaus Buttinger 03. Juni 2017 - 07:04 Uhr
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