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Breite Mitte, scharfe Spitze und ein E-Roller

Die Novitäten auf der EICMA, der Motorradmesse in Mailand: KTM mit neuem Mittelmaß, Vespa kommt elektrisch.

Breite Mitte, scharfe Spitze und ein E-Roller

KTM 790 Duke: Taufrisches in der mittleren Leistungsklasse aus Mattighofen, mit 105 PS aus einem neuen Parallel-Twin. Bild: KTM

Der Oktober hatte mit einem goldenen Motorrad-Herbst überrascht, der November hält, grau und nass, was er verspricht. Dennoch ist Licht am Horizont: Die Zweirad-Neuheitenschau EICMA in Mailand hat als Vorschau für die nächste Saison sämtliche Novitäten versammelt. Einige Marken trumpfen mit neuen Eisen auf, andere füllen ihre Portfolios mit feschen Derivaten und chicen Varianten auf. Leistungsseitig ist die Drehmoment-starke Mittelklasse das Hauptthema. Klein, aber scharf zugefeilt ist die Spitze. Café Racer liegen stark im Trend. Einen großen Auftritt, mit großem Zulauf, inszenierte wie gewohnt KTM. Die Mattighofner haben die im Vorjahr als Konzept gezeigte 790 Duke jetzt serienfertig. Brandneu ist der 790-ccm-Parallel-Twin mit 105 PS bei 190 Kilo Gewicht. Eine 95-PS-Variante ist fit zum Drosseln auf A2-Schein-gerechte 44 PS. Einen reiseträchtigen Ausblick liefert das Konzept der künftigen Adventure-Version.

Ducati: Von V2 auf V4

Ducati markiert mit der Panigale V4 die scharfe Leistungsspitze unter den vierzylindrigen Supersportlerinnen: 214 PS aus 1103 ccm – bei unter 200 Kilo Fahrfertiggewicht. Nachgelegt haben die Bologneser bei der Multistrada, die neue 1260er bringt’s auf 158 PS. Wie zu erwarten war, wurde die Scrambler-Baureihe verdichtet: um die neue 1100er-Version. Der neu aufgebaute 1079-ccm-L-Twin für die Varianten "Standard", "Sport" und "Special" hat 86 PS.

Breite Mitte, scharfe Spitze und ein E-Roller

Zurück ist der Honda-Naked-Bike-Klassiker CB1000R mit 145 PS, flankiert von den Einsteigerinnen CB125R und CB300R. Erweitert ist die neue Africa-Twin-Familie um die "Adventure Sport".

BMW stellte auf der EICMA einen nagelneuen Midsize-Scooter zwischen die von einem neuen Parallel-Twin befeuerten Enduro-Kandidatinnen F 750 GS (77 PS) und F 850 GS (95 PS) sowie die mächtige Tourerin K 1600 Grand America: Aus einem 350-ccm-Eintopf werden im C 400 X Zweiradeinsteiger-gerechte 34 PS generiert.

Breite Mitte, scharfe Spitze und ein E-Roller

Auch Kawasaki folgt dem Trend zum genussvollen Stadt- und Land-Bummeln, etwa mit dem neuen Z900-Derivat RS Café (111 PS). Für die Langstreckentouren-Gasgeber offerieren die japanischen Grünen eine Kompressor-Version der H2 (SX und SE) mit 200 PS. Dazu kommt, neben weiteren aktualisierten Kawas, die Sportlerin Ninja 400 mit 45 PS.

Breite Mitte, scharfe Spitze und ein E-Roller

Triumph liefert Updates der beiden Tiger-Größen 1200 und 800 samt Derivaten. Erstere ist um zehn Kilo erleichtert und auf 141 PS gepusht. In Zweiterer ist, neben Optimierungen in allen Details, der 95-PS-Reihen-Dreizylinder neu konfiguriert. Verfeinert ist die Schar der Klassikerinnen, um die neue Bonneville Speedmaster.

Yamaha erregte mit dem dreirädrigen Concept-Fahrzeug "Niken" Show-trächtiges Aufsehen. Das an sich nicht unbekannte Prinzip mit zwei Vorderrädern soll mittels neuer Neigetechnik bis zu 45-Grad-Schräglagen ermöglichen. Neben Updates der kompletten Modellpalette, vom 125-ccm-Scooter über die Dreizylinder-Nakeds bis zur R1, sorgt die japanische Marke mit dem weiterentwickelten Prototyp der Ténéré 700 für nostalgische und erwartungsvolle Gefühle gleichermaßen. Der Piaggio-Konzern setzt mit der Moto Guzzi V850 ebenfalls aufs Cross-over-Thema. Und die bereits 2017 gezeigte Studie der Vespa Elettrica ist als serienreif deklariert und soll gegen Mitte der Saison 2018 bestellbar sein: als reine Elektrikerin oder als X, mit Range Extender.

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Artikel Beatrix Keckeis-Hiller 18. November 2017 - 00:04 Uhr
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