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Auf diesen Energy-Carport fahren Elektro-Autos ab

ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Ein Voest-Pensionist entwarf eine massive Konstruktion, die als Ladestation in öffentlichen Räumen zum Einsatz kommen soll.

Auf diesen Energy-Carport fahren Elektro-Autos ab

Nur zwei Stützen, dafür 15 Quadratmeter Solarpanels auf dem Dach Bild: Weimann

"Strom war schon immer mein Hobby", sagt Rudolf Weimann, der einst Wasser- und Gas-Installateur gelernt hatte. Und in der voest im kalorischen Stromkraftwerk mitarbeitete. Jetzt, in seiner Pension, setzt er Ideen um, von denen der Mühlviertler überzeugt ist, dass sie die Welt voranbringen – auf dem Energiesektor, auf der Klimaebene. Wie den Energy-Carport, den der bald 59-Jährige im Aktivpark seiner Heimatgemeinde initiiert und mit der Kommune umgesetzt hat.

"Der Carport soll Autos vor Sonne, Schnee und Hagel schützen", sagt Weimann. Und Elektro-Autos mit Strom versorgen – der über die Solarpanels auf dem Carport-Dach gewonnen wird.

"Der Carport steht nur auf zwei zurückversetzten Stützen", sagt der Mühlviertler. Damit solle die Einfahrt erleichtert werden, denn eine Umfrage unter Carport-Besitzern ergab, dass die beiden vorderen Steher als Hindernis betrachtet werden. Zudem werden die feuerverzinkten Stahlstützen auf einem 50 Zentimeter hohen Betonsockel montiert. "Damit liegen die Stützen außerhalb des Streusalzbereiches", sagt Weimann. So werde Rost verhindert.

Solar liefert 2,4 kWp Strom

Die Testanlage in St. Georgen ist mit einer 15 Quadratmeter großen Solaranlage ausgerüstet. 2,4 kWp (Das "p" steht für "peak" – dt. "Spitze"), also maximal 2,4 Kilowatt bei 100 Prozent Sonneneinstrahlung, liefert die Anlage. Pro Tag könne, so errechnete Rudolf Weimann, ein e-Golf Strom für 100 Kilometer tanken (bei einem Verbrauch von zwölf kWh/100 Kilometer). Der Rest komme vorerst noch aus dem Stromnetz. "Denn unser Carport ist eine Überschussanlage", erklärt der noch 58-Jährige. Wird der Strom nicht verbraucht, wird er in das Netz der Linz AG eingespeist.

Maximal 22 kW Strom laden

Die Wallbox hat bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung. Beim Tanken liefert die Solaranlage einen Teil des Stromes, der überwiegende Rest kommt aus dem Stromnetz. "Das soll sich ändern", sagt Weimann. Denn Kreisel Electric liefert im September Mavero-Stromspeicher, die ausschließlich die Solarenergie speichern. "Dann wird das Strom-Tanken auch billiger."

Erhältlich wird der Energy-Carport beim Alkovener Stahlbauer Schuhmann sein.

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Artikel Carsten Hebestreit 03. Juni 2017 - 07:04 Uhr
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