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"Ihr Fahrrad wird bewegt": Warnung kommt aufs Handy

Eine App verrät, was mit dem eigenen E-Bike gerade passiert – Mit dem kleinen Programm kann das E-Fahrrad auch geortet werden.

"Ihr Fahrrad wird bewegt": Warnung kommt aufs Handy

Smartphone und Fahrrad kommunizieren übers 3G-Datennetz. Die Verbindung funktioniert europaweit. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Wem das eigene Fahrrad schon einmal gestohlen wurde, kennt den Ärger. "Jetzt hab ich eh schon ein teures Schloss gekauft, aber trotzdem...!" 500.000 Fahrräder werden pro Jahr in Österreich und Deutschland gestohlen. Und zwar auf der Straße, aus Garagen, aus Stiegenhäusern. Zweiräder scheinen nirgends mehr sicher zu sein. Und alle Schlösser bieten offensichtlich keinen wirklich endgültigen Schutz. Zahlenschloss, Faltschloss, Bügelschloss – alles wird von Profis in Sekunden geknackt.

Warnanlage müsste Serie sein

"Eigentlich müsste eine Diebstahlwarnanlage zumindest in jedem E-Bike serienmäßig eingebaut sein", sagt der Paschinger Fahrrad-Entwickler und E-Bike-Händler Ewald Stieger. Denn die E-Bikes werden immer teurer, ein entsprechender Schutz sei unumgänglich. Sein jüngstes Projekt: eine ebensolche Warnanlage.

Verbaut wird das Teil im Rahmen des Bikes. Wo, das will der Paschinger Unternehmer logischerweise nicht preisgeben. Fix ist aber, dass mittels Sim-Karte Daten ausgetauscht werden können. "Das Ganze läuft über einen eigenen Server", verrät der Biketronic-Chef. Auf der anderen Seite dieser Kommunikations-Kette ist die App "Velotrack", die auf das eigene Smartphone geladen werden kann. Diese App schlägt Alarm, wenn der E-Antrieb gesperrt ist und das Zweirad trotzdem bewegt wird. "Es kann natürlich sein, dass jemand das Fahrrad nur kurz umstellt, um sein eigenes Radl, das danebensteht, aus einem Fahrradständer herauszuholen", sagt Stieger. Dann verstummt das Signal nach kurzer Zeit wieder.

Alarm bei Dauerbewegung

Bleibt das Bike aber in Bewegung, kommt die Meldung "Ihr Fahrrad wurde gestohlen!" Gleichzeitig ertönt am Fahrrad ein lauter Piepton, der nur via App oder einem kleinen Sensor ("Elektronischer Schlüssel") wieder abgeschaltet werden kann. "Ansonsten piept das Fahrrad, bis die Batterie leer ist!" Das kann lange dauern.

Gleichzeitig lässt sich via App verfolgen, wo sich das Bike gerade befindet. Ein Dieb kann also ausfindig gemacht werden.

 

Velotrack

Der Paschinger Ewald Stieger (Biketronic) entwickelte mit einem ungarischen Partner die App „Velotrack“. Das Diebstahlwarnsystem kann auch nachträglich in Bikes eingebaut werden. Kosten: 140 Euro (einmalig) sowie 6 Euro monatlich. Die Anlage funktioniert europaweit – ohne Roamingkosten.

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Artikel Carsten Hebestreit 26. März 2016 - 00:04 Uhr
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