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Toyota Prius Hybrid: Millimeterarbeit mit dem Gasfuß

Der Toyota Prius im OÖN-Dauertest: ein Sparefroh und Spaßmacher.

Millimeterarbeit mit dem Gasfuß

Optisch anregend und absolut schmutzresistent: Daumen rauf für das schwarz-weiße Interieur. Bild: Toyota

Wie hat er das bloß gemacht? Freudestrahlend erschien Kollege Christoph Zöpfl im neuen OÖN-Newsroom und ließ den Prius-Schlüssel vor sich baumeln. "3,3 Liter!" Das war eine Ansage. "Keine Kurzstrecke, sondern von Wels nach Linz!", fügte er noch hinzu. Und grinste hämisch. Damit war Christoph bei unserer internen Meisterschaft – wer verbraucht mit unserem Dauertestwagen, dem Prius Hybrid, am wenigsten? – in Führung gegangen.

Nach knapp sechs Monaten und fast 14.000 Kilometern dürfen wir dem Kollegen zum Prius-Spritsparmeister küren. Zwar parkten wir anderen Kandidaten knapp dahinter ein (alle unter vier Liter), aber niemand konnte die 3,3 Liter toppen. Gratulation, Christoph!

Kleines Wunderwerk

Wobei eigentlich die größte Schnitte vom Lob dem Prius gebührt. Denn der Japaner mit der ausgefeilten Hybrid-Technik ist ein kleines Wunderwerk. Selbst wenn das Gaspedal durchgetreten wird und auf der deutschen Autobahn die Pferde von der Leine gelassen werden, mehr als knapp über fünf Liter Super verheizte der Japaner nicht. Das war bei seinem Dauertest-Vorgänger in der OÖN-Tiefgarage, dem RAV4 Hybrid, noch anders. Da verbuchten wir Spitzen von mehr als zehn Liter Sprit auf 100 Kilometer.

Als hilfreich beim Spritsparen stellten sich die Displays heraus, die den momentanen Verbrauch anzeigen. "Wie ein mahnender Zeigefinger", umschrieb ein Kollege. Wobei selbst für flotte Fortbewegungen ohnehin nur Millimeterarbeit am Gaspedal nötig war. Der Prius beschleunigt selbst mit Streicheleinheiten beachtlich.

Weißes Leder gilt als Schreck jeder Putzfrau, im OÖN-Prius stellte sich die glatte Oberfläche als absolut schmutzresistent heraus. Wunderbar! Der weiß-schwarze Innenraum gefiel auch optisch.

Nachholbedarf orteten wir beim Navi, mit dem sich vorzüglich unbekannte Landschaften erkunden lassen (und trotz Eile die schnellen Hauptstraßen vermieden werden).

Fazit: Wir werden ihn vermissen, den Prius vom Hybrid-Pionier. Selbst wenn die Tanknadel kurz vor der "0" stand, düsten wir los – und kamen ohne Tankstopp zurück. Da macht Spritsparen Spaß. Zumal auch die Fahreigenschaften erstklassig waren. Danke, Prius!

 

Toyota Prius 1,8 VVT-I Hybrid Lounge VIP

Preis: ab 29.990 Euro
OÖN-Testwagen 35.460 Euro

Motor: 4-Zylinder-Benziner
Hubraum 1798 ccm
Leistung 72 kW (98 PS)
max. Drehmoment 142 Nm

E-Motor:
Spannung 650 V
Leistung 53 kW (71 PS)
max. Drehmoment 163 Nm
Akku 6,5 A/h
Systemleistung 90 kW (122 PS)

Verbrauch: (EU)
Stadt/Land/Mix 3,3/3,3/3,3
OÖN-Test 4,3

Umwelt: Euro-6b
CO2-Ausstoß 76 g/km

Antrieb: Front
Getriebe E-CVT-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 10,6 sec
Spitze 180 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4540/1760/1470 mm
Radstand 2700 mm
Leergewicht 1375 kg
Zuladung 415 kg
Kofferraum 343–1557 Liter
Anhängelast 725/725 kg

Garantie: 3 Jahre/100.000 km

Plus: Sparsam, starke Technik, ansehnliches Design

Minus: Hoher Preis

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Artikel Carsten Hebestreit 09. September 2017 - 00:04 Uhr
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