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Toyota C-HR Hybrid: Lautlos durch die Stadt gleiten

Der Toyota C-HR Hybrid ist ein sparsamer Gleiter, der nicht nur mit frischer Optik glänzt.

Lautlos durch die Stadt gleiten

Ausgereiftes Hybridsystem: Das Zusammenspiel von Benziner und Elektromotor funktioniert klaglos, ruckfrei und unmerklich. Bild: Toyota

Lange Zeit hat man dem japanischen Autohersteller Toyota vorgeworfen, optisch fade Autos zu bauen. Diese Kritik läuft nun ins Leere, denn mit dem kompakten SUV-Coupé haben die Japaner einen echten Blickfang, einen Poser im Modellprogramm. Und mit dem millionenfach bewährten Hybrid-Antrieb ist der Fünftürer im Golf-Format auch auffällig genügsam und leise.

Design: "Echt, das ist ein Toyota?" Diese Frage war im OÖN-Test nicht nur einmal zu hören – und sie war stets anerkennend gemeint. Mit dem auffälligen Design des C-HR (steht für "Coupé High Rider") haben die Japaner offenbar vieles richtig gemacht. Auffällig ist jedenfalls der wuchtige und massiv wirkende untere Teil des Blechkleides. Oben dann erinnert das SUV-Coupé ein bisserl an einen Sportwagen. Dazu kommen spitze Scheinwerfer und extravagant platzierte Türgriffe. Einen Nachteil hat die auffällige Zeichnung jedoch, die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. Gut, dass die Rückfahrkamera in der Version "C-ULT" serienmäßig an Bord ist.

Lautlos durch die Stadt gleiten

Innenraum: Erfreulich ist, dass sich auch die Innenarchitekten austoben durften: Das Ambiente ist klass, das Armaturenbrett ist modern und ergonomisch perfekt gestaltet. Ins Auge sticht die elegante blaue Lichtleiste, die bis in die Türverkleidungen reicht. Vor dem Fahrer befinden sich klassische, gut ablesbare Rundinstrumente und – weiter rechts – ein 8-Zoll-Touchscreen. Kleines Manko: Das Radio lässt sich nicht mittels Drehregler lauter/leiser stellen, sondern mittels Touchbedienung bzw. per Taste auf dem Lenkrad.

Lautlos durch die Stadt gleiten

Besonders auffällig ist die Ruhe im Innenraum. Das liegt einerseits an der guten Geräuschdämmung und andererseits am laufruhigen Motor, sofern er überhaupt arbeiten muss. Denn im reinen Elektrobetrieb gleitet man ohnehin lautlos durch die Stadt. Im Test ist es mehrmals gelungen, bei der Fahrt vom Pöstlingberg nach Linz von der Einmündung der Hagenstraße in die Rudolfstraße rein elektrisch bis in die neue OÖN-Tiefgarage zu fahren. Herrlich entspannend!

Fahrwerk: Die Lenkung ist recht leichtgängig und dennoch sehr präzise, die Federung ist komfortabel. Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich der C-HR als Hybrid nicht zum Herumfetzen eignet. Der flüsterleise Fünftürer ist eher der entspannte, gemütliche (Be-)Gleiter. Und da diese Art von Fahrzeug ohnehin häufig in der Stadt anzutreffen ist, passt das ja ganz gut.

 

Toyota C-HR 1,8 Hybrid C-ULT 2WD

Preis: ab 29.800 Euro
OÖN-Testwagen 33.520 Euro

Motor: 4-Zylinder-Benziner
Hubraum 1798 ccm
Leistung 72 kW (99 PS) bei 5200 U/min
max. Drehmoment 142 Nm bei 3600 U/min

E-Motor: 53 kW/163 Nm
Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix 3,5/4,1/3,9
OÖN-Test 5,2
Tank/Kraftstoffart 43 l/Super

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 87 g/km

Antrieb: Front
Getriebe stufenlose Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 11,0 sec
Spitze 170 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4360/1795/1565 mm
Radstand 2640 mm
Leergewicht 1380 kg
Zuladung 480 kg
Kofferraum 377 Liter
Anhängelast gebr. 725 kg

Garantie: 3 Jahre/100.000 km

Plus: exzellente Verarbeitung, entspanntes, sparsames Fahren, auffälliges Design, eleganter und ergonomischer Innenraum

Minus: Getriebe gewöhnungsbedürftig, Sicht nach hinten

 

Motor: Das Zusammenspiel zwischen Benziner und E-Motor funktioniert klaglos, ruckfrei und unmerklich. Das Hybridsystem ist wirklich schon sehr ausgereift, da merkt man die lange Erfahrung der Toyota-Ingenieure. Den Normverbrauch von 3,9 Liter haben wir verfehlt, 5,2 Liter sind aber auch nicht schlecht. Denn im Testzeitraum herrschte enorme Hitze – und da hatte die Klimaanlage Hochbetrieb.

 

Fazit: Endlich ein Toyota, der nicht nur mit hoher Qualität, sondern auch mit mutigem Design auffällt. Der aufregend gezeichnete C-HR, den es auch mit Allradantrieb gibt, ist eine Bereicherung für das Segment der kompakten SUV.

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Artikel Clemens Schuhmann 23. August 2017 - 00:04 Uhr
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