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Skoda Octavia Combi: Der Partner mit der neuen Schnauze

Dauertest: Der Skoda Octavia Combi zeigt keine Schwächen, er überzeugt mit netten Details.

Der Partner mit der neuen Schnauze

Klare Linien, vorne und hinten Bild: Skoda

Der Bestseller von Skoda, der Octavia, hat auch in der Kombi-Version ein neues, schnittigeres Aussehen verpasst bekommen und gewinnt im Dauertest mit alten, zeitlosen Tugenden: Verlässlichkeit, hoher Alltagstauglichkeit und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das sind die Ergebnisse nach rund 15.000 gefahrenen Kilometern – mit einer kleinen Überraschung.

Design: Klare Linien, kantiger als seine Vorgänger und mit einer neuen Schnauze. Das fällt als Erstes auf. Die durchbrochenen Frontscheinwerfer sind optisch die größte Neuerung und, wie der Nachbar und die meisten Autokritiker meinen, gelungen. Stimmt. Der Skoda Octavia bleibt beim Design in der VW-Erfolgsspur.

Der Partner mit der neuen Schnauze

Innenraum: Was die Innenausstattung und die verwendeten Materialien betrifft, kann der Fünftürer aus Tschechien seine VW-Herkunft und -Verwandtschaft nicht leugnen. Übersichtlich, aufgeräumt, viel Platz im Fond und besonders im Kofferraum – trotz der Kompaktheit und einer Länge von fast 4,7 Metern. Da macht den Deutschen so schnell keiner was vor. Der Skoda punktet noch mit praktischen Ablagefächern auf allen Seiten, guter Bedienung, dem Panorama-Dach und der guten Rundum-Sicht. Diese Alltagstauglichkeit macht die große Stärke des Kombis aus und ist der Grund dafür, warum er sich ausgezeichnet als neues Familienmitglied eignet.

Der Partner mit der neuen Schnauze Der Partner mit der neuen Schnauze

Fahrwerk: Auch hier gilt, es gibt kaum etwas zu beklagen. Der Octavia fährt sich gut (gefedert) auf der Autobahn und freut sich auf Überlandfahrten. Dank Allrad ist jeder Hügel ein Kinderspiel. Stark sind die Assistenzsysteme, wie Tempomat und Abstandhalter, für Pendler und viele Autobahnkilometer ein Segen. Das Auto nimmt einem viel (Brems-)Arbeit ab.

Motor: Das Bekenntnis zum praktischen, alltagstauglichen Mittelmaß zeigt sich auch bei der Motorisierung. An dem 2,0-Liter-Turbodiesel mit 150 PS, DSG und 4x4-Allradantrieb ist auch in Zeiten von Dieselgipfeln und -Diskussionen nichts auszusetzen. Funktioniert zuverlässig, unaufgeregt, und so schnell hängt einen da keiner ab. Sogar im internen Skoda-Duell hat der Selbstzünder die Nase vorne.

Verbrauch: Nach fast 15.000 gefahrenen Testkilometern zeigt sich auch, warum der 150-PS-TDI-Allzweckmotor so erfolgreich ist. Egal ob viele Autobahnkilometer oder vermehrtes Auftreten im innerstädtischen Bereich: der Verbrauch ist niedrig. Im OÖN-Test lag er bei 5,5 Liter pro 100 Kilometer. Das freut nicht den Tankwart, sondern den Fahrer.

Technik: Es gibt kaum mehr mechanische Bedienelemente, wie bei anderen Autos der Konzernmutter VW geht alles Richtung Touchscreen. Die Skoda-App und WLAN sind für viele Mitfahrer eine echte Überraschung: "Was, du hast hier WLAN, geil!" Bei der Internet-affinen Zielgruppe ein echter Bringer.

Fazit: Der Octavia Kombi hat im Prinzip keine wirkliche Schwächen und überzeugt im Dauertest mit seiner hohen Alltagstauglichkeit. Egal ob Familie oder Fahrrad – er liebt sie alle und gibt ihnen Platz: der Partner mit der neuen Schnauze. Denn das neue Frontdesign ist gelungen. Es passen auch die inneren Werte: Der Verbrauch ist niedrig, die Ausstattung und das Fahrlevel sind hingegen hoch.

 

Skoda Octavia Combi 4x4 Style TDI DSG

Preis: ab 30.590 Euro
OÖN-Testwagen 37.995 Euro

Motor: Vier-Zylinder-Turbodiesel
Hubraum 1968 ccm
Leistung 110 kW (150 PS) bei 3500–4000 U/min
max. Drehmoment 340 Nm bei 1750–3000 U/min

Verbrauch (MVEG)
kombiniert 4,9 l
OÖN-Test 5,5 l
Tank/Kraftstoffart 55 l/Diesel

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 130 g/km

Antrieb: Allrad
Getriebe: DSG 7-Gang

Fahrleistungen:

0 auf 100 km/h in 8,5 sec
Spitze 216 km/h

Abmessungen & Gewichte:

L/B/H 4670/2017/1495 mm
Radstand 2686 mm
Leergewicht 1490 kg
Zuladung 638 kg
Kofferraum 610 Liter
Anhängelast gebr. 2000 kg
ungebremst 740 kg

Garantie: drei Jahre

Plus: Design, viel Platz im Kofferraum, praktische Ablagefächer

Minus: Preis orientiert sich in Richtung VW-Familie, die Sportsitze sind keine Siegertype

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Artikel Clemens Thaler 05. September 2017 - 00:04 Uhr
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