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Selten so luxuriös gekraxelt

Der Jeep Grand Cherokee Trailhawk ist ein kleines Wohnzimmer, das im Gelände daheim ist.

Selten so luxuriös gekraxelt

250 Diesel-PS schieben die 2,5-Jeep-Tonnen in nur 8,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100: Das genügt. Wer mehr mag, für den hat Jeep Benziner bis 468 PS. Bild: Jeep

Eigentlich, so verrieten Jeep-Vertreter, hätte im Herbst 2016 die Generation Nummer fünf aufgelegt werden müssen. Doch intern spießt’s ein wenig, sagt einer. Und schweigt über Details. Macht nichts, Jeep schickte den aktuellen Grand Cherokee mit einem kleinen Facelift ins Gelände. Und in die OÖN-Tiefgarage: in der robusten Trailhawk-Ausstattung und mit einem 250-PS-Turbodiesel. Eine feine Sache.

 

Design: Ein Jeep bleibt immer ein Jeep. Das liegt auch daran, dass der Kühlergrill immer sieben Schlitze hat. Das unverkennbare Wahrzeichen der Marke, die seit 76 Jahren Geländewagen baut. Wobei die markante Trailhawk-Linie mit dem jungen Renegade eingeführt wurde: robust, fürs gröbste Gelände geeignet. Die Werbung würde titeln: Ein Wagen für richtige Männer. Da passt bestens der mattschwarze Kontrastlack, der die Motorhaube bedeckt (Blendschutz!).

 

Innenraum: Rote Ziernähte überziehen die mit schwarzem Leder/Velour ausstaffierten Sitze, das Lenkrad, die Mittelkonsole und die Seitenverkleidungen. Unter der Klima-Leiste wiederum platzierte Jeep eine zusätzliche Schalterreihe für das Start-Stopp-System, den Parkassistenten etc. Und das Infosystem mit dem riesigen Touchscreen verdient Extra-Lob: Das Bedien-Menü überzeugt mit seinem logischen Aufbau, großen, kaum verfehlbaren Buttons und einer rasend schnell arbeitenden Hardware. Chip-Tuning einmal anders. Befehle werden im Bruchteil einer Sekunde ausgeführt. Perfekt!

Selten so luxuriös gekraxelt

Fahrwerk: Das Trägheitsmoment hilft bei einer beachtlichen Masse von 2,5 Tonnen ungemein, doch leistet die serienmäßige Luftfederung bei der Komfortsteigerung ihren gewichtigen Anteil. Und im groben Gelände spielt die flexible Aufhängung ohnehin ihre unbestrittenen Vorteile aus. Offroad? Das kann Jeep richtig gut. Der Trailhawk ist gegenüber der Basisversion zusätzlich mit einer zuschaltbaren Geländeuntersetzung ausgerüstet. Und für die Bergauf- und Bergabfahrkontrolle kann die gewünschte Geschwindigkeit über die Wippen am Lenkrad gewählt werden. Wahrer Komfort in einem Luxus-SUV.

 

Motor: Die 250 Diesel-PS reichten in Kombination mit der genialen 9-Gang-Automatik im OÖN-Test völlig aus. Wer mehr mag: Der stärkste Benziner leistet 468 PS.

 

Fazit: Wer Luxus selbst durch grobes Offroad-Terrain bewegen will, kommt um den Meister der Geländewagen nicht herum. Stolz ist aber nicht nur der Jeep, sondern auch sein Preis.

 


Jeep Grand Cherokee Trailhawk

Preis: ab 60.290 Euro
OÖN-Testwagen 73.990 Euro

Motor: V6-Turbodiesel Common Rail
Hubraum 2987 ccm

Leistung 184 kW (250 PS) bei 4000 U/min

max. Drehmoment 570 Nm bei 1800 bis 2800 U/min

Verbrauch (MVEG)

Stadt/Land/Mix 8,0/6,4/7,0
OÖN-Test 9,2
Tank/Kraftstoffart 93,5/Diesel
Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 184 g/km

Antrieb: Allrad

Getriebe 9-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 8,2 sec
Spitze 202 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4828/1943/1792 mm
Radstand 2915 mm
Leergewicht 2403–2522 kg
Zuladung 546 kg
Kofferraum 782–1554 Liter
Anhängelast gebr. 3500 kg
ungebremst 750 kg

Garantie: 2 Jahre plus 2 Jahre Jeep-Care-Wertpaket.

Plus: Extreme Geländegängigkeit, hohe Benutzerfreundlichkeit des Info-Systems.

Minus: hoher Preis

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Artikel Carsten Hebestreit 05. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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