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Seat Leon Fast Lane: Keine Not für große Veränderungen

Dynamisch und doch rational – ist der Seat Leon der bessere Golf?

Keine Not für große Veränderungen

„Das Aussehen wurde nicht verändert, sondern lediglich unterstrichen und aufgefrischt“, sagt Chef-Designer Alejandro Mesonero-Romanos. Bild: Seat

Seat hat seinen Kassenschlager nachgeschärft. Die Änderungen zum Vorgänger sind marginal – die Liebe steckt im Detail. Mehr war nach den jüngsten Erfolgen auch nicht notwendig. 2016 war der Leon österreichweit unter den Top-5 der Hatchback-Kompaktwagen beziehungsweise in den Top-3 der Kompakt-Kombis.

Design: Wie erwähnt – viele Änderungen sind nicht auszumachen. Die Form blieb für das freie Auge nahezu ident. Lediglich die Scheinwerfer sind mit mehreren LEDs bestückt. Und das Muster des Kühlergrills hat sich verändert. Die Lichtsignatur blieb vorne wie hinten gleich. Dass sich der Spanier so gut verkauft, liegt auch am dynamischen Design. Selbst mit "nur" 125 PS vermittelt der Leon eine Sportlichkeit, die wohl auch konzernintern ihresgleichen sucht.

Innenraum: Im Innenraum sind noch weniger Neuerungen zu sehen. Ja, das Display verfügt jetzt nur noch über zwei statt acht Tasten und ist gefühlsmäßig etwas gewachsen. Und die Handbremse ist elektrisch. Und anstatt eines Schlüssellochs gibt’s nun einen Start-Knopf. Das war’s dann aber schon. Aber – und das sei an dieser Stelle deutlich erwähnt – der Leon war bereits vor dem Modellwechsel sehr übersichtlich und dynamisch gestaltet. Warum also das Rad neu erfinden? Außerdem haben die Ingenieure bei der Technik nachgebessert. Stauassistent, adaptiver Tempomat (bei Automatikgetriebe), Verkehrszeichenerkennung, Notfallassistent, Fernlichtassistent und neue Systeme für die Verbindung mit dem Smartphone bringen den Piloten wesentlich stressfreier ans Ziel. Auf Wunsch liest einem der Bordcomputer sogar E-Mails, Textnachrichten und Facebook-Meldungen vor. Klasse! Eine "Connectivity Box" in der Mittelkonsole ermöglicht sogar das kabellose Laden des Smartphones. Wer sich allerdings bahnbrechende Innovationen vom Facelift erwartet, könnte enttäuscht werden.

Fahrwerk: Der Leon ist – wie vom Design versprochen – sportlich abgestimmt und straff gefedert. Trotzdem vermittelt der Spanier auf Langstrecken große Laufruhe und hohen Komfort.

Motor: Der Benzin-Vierzylinder verfügt mit 125 PS über ausreichend Vortrieb. Der Verbrauch hält sich indessen in Grenzen, selbst wenn die Werksangaben (5,2 Liter) im OÖN-Test nicht ganz in Reichweite lagen. 6,9 Liter zeigte der Bordcomputer letztlich an.

Fazit: Das Facelift ist trotz der geringfügigen Änderungen absolut gelungen. Ist der Leon der bessere Golf? Darauf gibt es keine klare Antwort. Der Seat ist um eine Spur günstiger, dafür steckt im Golf etwas mehr drin. Der Leon ist etwas emotionaler gestaltet, kann damit aber auch abschrecken. Ein klassisches X, also unentschieden.

 

Seat Leon 1.4 FR TSI Fast Lane

Preis: ab 23.990 Euro
OÖN-Testwagen: 25.520 Euro

Motor: Reihen-Vierzylinder mit Direkteinspritzung
Hubraum: 1395 ccm
Leistung: 92 kW (125 PS) bei 5000 U/min
max. Drehmoment: 200 Nm bei 1400–4000 U/min

Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix: 6,7/4,3/5,2
OÖN-Test: 6,9
Tank/Kraftstoffart: 50 l/Super

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß:120 g/km

Antrieb: Front
Getriebe: 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,1 sec
Spitze: 203 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H: 4263/1816/1459 mm
Radstand: 2636 mm
Leergewicht: 1232 kg
Zuladung: 538 kg
Kofferraum: 380 Liter
Anhängelast gebr.: 1400 kg
ungebremst: 610 kg

Garantie: 5 Jahre – bei Kaufabschluss bis 30. Juni 2017

Plus: Dynamisches Design, kräftiger Motor, hohe Funktionalität

Minus: Von einem Neuen erwartet man etwas mehr Innovation.

 

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Artikel Markus Prinz 15. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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