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Renault Trafic SpaceClass: Konferenz auf der Pyhrnautobahn

Dem Renault Trafic ist kaum eine Reise-Anforderung zu groß, geschäftlich oder privat.

Konferenz auf der Pyhrnautobahn

Der 1,9-Tonner macht von außen einen unscheinbaren Eindruck, ist aber überraschend flexibel und effizient. Bild: Renault

Treffen sich zwei Journalisten, ein Marketing-Angestellter und ein Video-Spezialist auf einem Parkplatz neben der Westautobahn bei Ansfelden. Das Ziel: Graz. Ein Eishockey-Spiel der Grazer 99ers gegen die Linzer Black Wings steigt vier Stunden später. Nach dem Motto "die Anlässe feiern, wie sie fallen" werden die Sitze der zweiten Reihe des Vans umgedreht und im Rückraum eine eilige Konferenz einberufen. Klingt nach einem Witz, ist aber Alltag im neuen Renault Trafic SpaceClass.

Konferenz auf der Pyhrnautobahn

Für all jene, die beruflich viel auf Achse sind, meist mehrere Personen oder größere Güter im Auto mit führen und trotzdem auch von unterwegs arbeiten müssen, ist ein Van die Ideallösung. Denn das Umdrehen der Sitze geht kinderleicht, mit wenigen Handgriffen sehen die zwei Passagiere in der zweiten Reihe den drei Personen auf der hinteren Bank in die Augen. Einzig WLAN an Bord würde dem Arbeitsklima im mobilen Konferenzraum noch gut tun. Ein Tipp bei der Fahrzeugkonfiguration: Setzen Sie ein Hakerl bei der Konsole zwischen den Sitzen in der zweiten Reihe, die Auszieh-Tische sind ein perfekter Stellplatz für den Laptop. Vorne, in der Kommandozentrale, ist die Anordnung der Elemente Renault-typisch. Aber auch Neukunden der Franzosen werden sich relativ rasch zurechtfinden. Die Haptik wird von Plastik dominiert. Ein Kritikpunkt: Bei einem Preis jenseits der 50.000 Euro dürften die Schiebetüren auch elektronisch öffnen.

Konferenz auf der Pyhrnautobahn

Keine Probleme auf Schnee

Auch eine Woche später wird der Siebensitzer (neben dem Fahrer ist nur ein Sitzplatz, die Edition SpaceClass beinhaltet die Mittelkonsole) als Transportmobil nach Bad Schallerbach verwendet. Für die Badetaschen ist im Kofferraum genügend Ladevolumen vorhanden. Beeindruckend ist außerdem, dass der frontgetriebene Diesel dem starken Schneetreiben erfolgreich trotzt. Der kräftige Motor bringt seine 145 PS dank der elektronischen Helferlein und einem hohen Eigengewicht gut auf die schneebedeckte Straße. Dabei begnügt sich der 1,6-Liter-Selbstzünder mit 7,3 Litern Sprit auf 100 Kilometer. In Ordnung für einen 1,9-Tonner.

Eskapade gefällig?

Wer in diesem Fall lieber in Bad Schallerbach übernachtet hätte, hätte nicht einmal im Hotel einchecken müssen. Nein, ein weiteres Hakerl beim "Escapade-Paket" genügt, um aus der dritten Sitzreihe ein gemütliches Bett (1,80 x 1,33 Meter) machen zu können. Der riesige Laderaum (ohne Sitze mehr als 5000 Liter Ladevolumen) macht’s möglich. Auch Häuslbauer schätzen diesen Stauraum beim Möbel- und Baumaterial-Einkauf. Der Renault Trafic ist dank seiner Variabilität einer, dem kaum eine Anforderung zu groß wird. Das schlägt sich aber auch im Preis nieder.

 

Renault Trafic Spaceclass

Preis: ab 46.300 Euro
OÖN-Testwagen 50.802 Euro

Motor: Vierzylinder-Dieselmotor Common Rail mit Twin-Turbo
Hubraum 1598 ccm
Leistung 107 kW (145 PS) bei 3500 U/min
max. Drehmoment 340 Nm bei 1750 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 6,9/5,5/6,0
OÖN-Test 7,3
Tank/Kraftstoffart 80 l/Diesel

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 156 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 10,9 sec
Spitze 177 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4999/1956/1971 mm
Radstand 3098 mm
Leergewicht 1923 kg
Zuladung 1097 kg
Kofferraum 673-5024 Liter
Ladekante 552 mm
Innenhöhe 1369 mm
Anhängelasten 750/2000 kg

Garantie: Vier Jahre

Plus: großer Laderaum, viel Flexibilität, effizienter Motor

Minus: Türen öffnen nicht elektrisch, kein Onbord-WLAN

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Artikel Markus Prinz 07. März 2018 - 00:04 Uhr
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