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Opel Insignia Grand Sport: Große Klappe – und viel dahinter

Der Opel Insignia hat sich Dank vielerlei Qualitäten ein Loblied redlich verdient

Große Klappe – und viel dahinter

Flacher und länger als der Vorgänger: Die coupéhaften Designzüge gefallen gut. Der 140-PS-Turbobenziner hat Diesel-Qualitäten. Bild: Opel

"Jeder Popel fährt ‘nen Opel", sang die ostdeutsche A-cappella-Formation "Die Prinzen" im Lied "Mein Fahrrad". Und damit wäre schon das Problem der Rüsselsheimer benannt: das Image. Altvaterisch, hausbacken, überholt – diese Attribute brannten sich in den vergangenen zwei, drei Jahrzehnten in unseren Köpfen ein. Das war’s mit der Marke!

Oder doch nicht? Der Konzern vollzog den Schwenk. Adam, Karl, Astra – die neuen Modelle waren gelungen wie begehrt. Wie auch der Kompakt-SUV Mokka. Und dann kam die zweite Generation des Insignia. Ums auf den Punkt zu bringen: Mit der Schräghecklimousine ist den Rüsselsheimern ein Top-Treffer gelungen. Gratulation! Wir testeten den Insignia Grand Sport Innovation mit dem 1,5-Turbobenziner mit 140 PS.

Design: Ein wenig länger (plus 5,5 Zentimeter auf 4,90 Meter), ein längerer Radstand (plus 9,2 Zentimeter auf 2,83 Meter), dafür ein wenig flacher (minus drei Zentimeter): Die Schrägheck-Limousine hat coupéhafte Züge, hat Charakter. Das Design ist ein klares Statement: Seht her, mein Aussehen hat Aktualität, ist erfrischend, hat starke Linien! Ein Fest für die Augen! Wie die Zeichnung des LED-Lichtes vorne wie hinten (Serie bei der Ausstattung Innovation).

Innenraum: In der Mitte des Armaturenbretts thront der 8-Zoll-Screen, darunter fädelte Opel die wichtigsten Infotainment-Knöpfe auf. Darunter jene der Klima. Keine Schnörkel, klare Bedienbarkeit.

Opel hat also aufgeräumt. Und das ist gut so. Nur die Pfade im Infotainmentsystem enden hin und wieder in einer Sackgasse. Aber: Lesen (der Bedienungsanleitung) bildet! Gestochen scharf sind die Kamerabilder. Beulen im Blech vom Einparken? Dürften dank der hochqualitativen Übertragungen von vorne wie hinten nicht mehr sein. Das Prädikat "Extraklasse" verdient sich auch das OnStar-System, das bei der Hotelsuche etc. hilft. Und die AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken) haben Langstreckenqualitäten (Leder: 2262 Euro Aufpreis). Apropos Langstrecke: Dem Abstandstempomaten (ACC) seien sanftere Fahrmanöver empfohlen. Derzeit legt der Insignia Formel-1-Starts bzw. Notbremsungen hin.

Große Klappe – und viel dahinter

Hinter der großen Klappe hinten öffnet sich bis zu 1662 Liter Ladevolumen. Ein 29-Zoll-Mountainbike passt locker rein.

Fahrwerk: Der Insignia hoppelt nicht, sondern schwebt – ein Hochgenuss!

Motor: Der Turbobenziner beschleunigt wie ein satter Diesel aus dem Drehzahlkeller, in oberen Tourenregionen müht er sich. Der Verbrauch um die sieben Liter Super ist akzeptabel.

Fazit: Verneigung vor Opel! Um 39.719 Euro (OÖN-Testwagen) haben die Rüsselsheimer ein qualitatives Premium-Modell mit üppig viel Ausstattung hingestellt.

 

Opel Insignia Grand Sport Innovation 1,5 Turbo Ecotec

 

Preis: ab 30.890 Euro
OÖN-Testwagen 39.719 Euro

Motor: 4-Zyiinder-Turbobenziner mit Start-/Stopp-Automatik
Hubraum 1490 ccm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 5600 U/min
max. Drehmoment 250 Nm bei 2000 - 4100 U/min

Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix 7,3/4,7/5,7
OÖN-Test 7,1
Tank/Kraftstoffart 62 l / Super

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 129 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,9 sec
Spitze 213 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4897/1863/1455 mm
Radstand 2829 mm
Leergewicht 1440 - 1649 kg
Zuladung 544 kg
Kofferraum 490 - 1450 LiterÄ
Anhängelast gebr. 1405 kg
ungebremst 700 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: Top-Fahrkomfort, üppige Ausstattung, qualitativ hochwertige Materialien

Minus: teilweise irreführendes Menü des Infotainmentsystems

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Artikel Carsten Hebestreit 13. November 2017 - 00:04 Uhr
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