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Mazda MX-5:Sommer in nur 13 Sekunden

Mazda bringt den neuen MX5 als Hardtop-Variante; Fahrfreude ab 31.390 Euro.

Sommer in nur 13 Sekunden

Übersichtliches, benutzerfreundliches Cockpit Bild: Mazda

Der MX-5 ist dafür gemacht, von Menschen gefahren zu werden und nicht von Computern." Im OÖN-Test bewies der MX-5, was Mazda-Österreich-Chef Heimo Egger damit meint. RF – das bedeutet übrigens Retractable Fastback und steht für eine neue Hardtop-Variante.

Design: Einen, der Dinge gern selbst herausfindet und ohne Vorurteile an Testwagen herangehen will, überraschte der Sportwagen beim ersten Anblick doch sehr. Irgendwie wirkt das Dach des MX-5 wie bei einem Porsche Targa. Den Begriff haben sich die Schwaben aber schützen lassen, weshalb andere Hersteller unterschiedliche Begriffe verwenden. Die Heckscheibe - oder besser: ein durchsichtiges Windschott - bleibt also stehen, die Mittelteile verschwinden in 13 Sekunden und illuminieren den Innenraum. Ansonsten blieb beim Roadster alles so, wie es die große Fangemeinde gewohnt ist. Auch beim Gewicht schlägt das Hardtop mit lediglich 45 Kilogramm mehr zu Buche als bei der Stoff-Variante.

Innenraum: Das Cockpit ist strikt an die neue Design-Sprache von Mazda angepasst. Etwas unpraktisch ist im engen Sportsitz der Drehregler zwischen den Sitzen, der eigentlich das Infotainment-System bedienen sollte. Denn oft stößt einer der beiden Insassen unabsichtlich dagegen und ändert sofort Frequenz des Radios, Ausschnitt der Kartendarstellung (Navi) oder Ähnliches. Ansonsten gelingt den Japanern ein guter Mix aus Übersichtlichkeit und Multifunktionalität. Der Kofferraum wird bei offenem Verdeck nicht begrenzt. Das Fassungsvermögen liegt fixiert bei 127 Litern, was – zugegebenermaßen – nicht ganz alltagstauglich ist. Denn selbst eine Laptoptasche füllt – überspitzt formuliert – den Kofferraum. Aber der MX-5 ist ohnehin mehr Kurvenfetzer denn Stausteher.

Fahrwerk: Apropos Kurven: Der Roadster ist sehr gut abgestimmt. Kompliment an die Ingenieure. Im normalen Straßenverkehr ist der Japaner kaum aus der Ruhe zu bringen. Kein Untersteuern, kein Übersteuern. Möglich macht das ein Bilstein-Fahrwerk, das in der Ausstattungsvariante "Revolution Top"serienmäßig enthalten ist.

Motor: Aus der Zweiliter-Maschine holen die Ingenieure beachtliche 160 PS heraus, durch die der drehfreudige Benziner in allen Lebenslagen kräftig beschleunigt. Ein Hochgenuss an Fahrfreude. Bei kurz gehaltenen Schaltwegen lässt sich der Zweisitzer mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe gut voranpeitschen. Der Verbrauch hält sich dabei in Grenzen. 9,5 Liter pro 100 Kilometer – sehr genügsam für einen sportlichen Roadster.

Fazit: Als fahrerfokussierte Spaßmaschine sieht Mazda seinen MX-5. Und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

 

Mazda MX-5 RF

Preis: ab 31.390 Euro
OÖN-Testwagen 38.690 Euro

Motor: Vierzylinder-Saugmotor mit Direkteinspritzung
Hubraum: 1998 ccm
Leistung: 118 kW (160 PS) bei 6000 U/min
max. Drehmoment: 200 Nm bei 4600 U/min

Verbrauch (MVEG)

Stadt/Land/Mix 8,7/5,4/6,6
OÖN-Test 8,5
Kraftstoffart Super

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 154 g/km

Antrieb: Heck
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 7,5 sec
Spitze: 215 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H: 3915/1735/1236 mm
Radstand: 2310 mm
Leergewicht: 1092 kg
Zuladung: 213 kg
Kofferraum: 127 Liter

Garantie: 3 Jahre / 100.000 km

Plus: bequeme Sportsitze, drehfreudiger Saugmotor, gelungene Fahrwerksabstimmung, übersichtlicher Innenraum

Minus: wenig Stauraum, Infotainment-Drehregler schlecht positioniert

 

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Artikel Markus Prinz 10. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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