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Ford Ka+: Ein Plus für den neuen Kleinen bei Ford

Die dritte Generation des Ka wurde um 31 Zentimeter länger – ab 9950 Euro

Ein Plus für den neuen Kleinen bei Ford

Fünf statt drei: Den Ford Ka+ gibt’s ab sofort nur noch als Fünftürer. Bild: Ford

Zwei Modellgenerationen, oder umgerechnet 21 Jahre ist der Ford Ka mittlerweile alt. Die dritte Generation hat ein Plus bekommen. Im Namen. Und auch im OÖN-Test – soviel sei verraten:

Design: 31 Zentimeter! Ja, richtig – einunddreißig. Klar passt der Ka+ perfekt in die Produktpalette von Ford. Klar hat er sich optisch gewandelt und geht mit dem Zeitgeist. Aber die Essenz des Neuen ist das Längenwachstum des mittlerweile fast schon vier Meter langen Ford.

Innenraum: Der Innenraum ist im Vergleich zu den Vorgängern plötzlich riesig. Während die früheren Versionen stets serienmäßige Dreitürer waren, gibt es den neuen Ka+ nur als Fünftürer. Und das völlig zurecht. Selbst auf der Rückbank ist ausreichend Platz für einen durchschnittlich großen Erwachsenen. Und auch der Kofferraum verfügt über 270 Liter Ladevolumen. Ebenfalls nützlich sind die vielen Ablageflächen und Stauräume.  

Ein Plus für den neuen Kleinen bei Ford

Das Innenleben des Ka+ ist sehr schlicht, aber funktional gehalten. Ford-typischerweise gibt es einen Ziffernblock unter dem Infotainment-Bildschirm. Infotainment – das bedeutet USB- und Bluetooth-Schnittstelle, vier Lautsprecher und Smartphone-Halterung serienmäßig. Mehr braucht es aber auch nicht in einem Auto, das Kunden über einen erschwinglichen Preis ins Cockpit locken möchte. Und der Preis von nicht einmal 10.000 Euro darf getrost als Schnäppchen bezeichnet werden. Denn mit der herunterklappbaren Lehne am Fahrersitz und einer Sitzheizung ist das Fahren sogar richtig gemütlich.

Ein Plus für den neuen Kleinen bei Ford

Fahrwerk: Dieser Eindruck bestätigte sich auch auf den ersten Testkilometern. Der längere Radstand tut dem Kleinen gut, die Federn schlucken die gröbsten Unebenheiten elegant und der Ka+ bleibt trotzdem agil und wendig. Der Fünftürer steht jetzt auf derselben Plattform wie sein großer Bruder Fiesta.

Motor: Etwas ungemütlicher wird es, wenn es Herr oder Frau Pilot einmal eilig hat und den Trefflingerberg auf der A7 hinauf will. Denn da tut sich der Kleine dann doch schwer. Obwohl man das im Innenraum des 980 Kilogramm schweren Kleinwagens nicht hören kann, weil er aktustisch sehr gut isoliert ist. Die Benzinmotoren beim Ka+ stammen ebenfalls aus dem Fiesta, liefern 85 PS, hoffen aber vergeblich auf die künstliche Beatmung eines Turboladers. Dafür passt aber der Verbrauch am Ende des OÖN-Tests: 5,8 Liter pro 100 Kilometer.

Fazit: Ford ist mit dem Ka+ ein großer Wurf gelungen, der mit Preis, Alltagstauglichkeit und Effizienz punkten kann.

Ein Plus für den neuen Kleinen bei Ford

Ford Ka+

Preis: ab 9.950 Euro
OÖN-Testwagen 14.489 Euro

Motor: Reihen-Vierzylinder mit EFI-Einspritzsystem
Hubraum 1198 ccm
Leistung 63 kW (85 PS) bei 6300 U/min
max. Drehmoment 112 Nm bei 4000 U/min

Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix 6,3/3,9/4,8
OÖN-Test 5,8
Tank/Kraftstoffart 42 l / Super

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 110 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 5-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 13,9 sec
Spitze 166 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 3929/1695/1521 mm
Radstand 2489 mm
Leergewicht 980 kg
Zuladung 530 kg
Kofferraum 270-849 Liter
Anhängelast gebr. 500 kg
ungebremst 500 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: günstiger Preis, hohe Alltagstauglichkeit, geringer Spritverbrauch, gelungenes Design.

Minus: Motor könnte etwas kräftiger sein.

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Artikel Markus Prinz 21. August 2017 - 00:04 Uhr
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