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Fiat 500 Lounge: Die logische Fortsetzung des Kult-Autos

Fiat hat den 500er leicht überarbeitet – Neu ist nun ein 5-Zoll-Display in der Mitte.

Die logische Fortsetzung des Kult-Autos

Ähnelt verblüffend dem Ur-500er, hat aber modernste Technik an Bord – wie eben das Info-System Uconnect, die Verbindung zwischen Smartphone und Auto. Bild: Fiat

Knutschkugel hieß der VW Käfer mit Spitznamen. Weil der Wolfsburger herrlich runde Formen hatte. Aber was, bitteschön, war dann der Fiat 500? Eine Mini-Knutschkugel? Manche sagten Büffel. Robust, durch nichts aufzuhalten. Na ja, durch fast nichts. Das Rostproblem, Sie wissen! Egal, Kultstatus erlangten beide Autos. Und noch was eint das Duo: Die Hersteller ließen die einstigen Bestseller wiederauferstehen. Während der Erfolg des Neo-Käfers, des Beetle, überschaubar blieb, schlug der Italo-Mini voll ein. Seit der Wiederaufnahme haben die Turiner 1,6 Millionen Stück des Kleinen verkauft.

Fiat hat nun den Neo-Topseller einem Facelift unterzogen. Agnellis Erben sprechen von "gründlich überarbeitet", sichtbar werden die Änderungen allerdings nur für Eingeweihte. Wir durften den Fiat 500 Lounge mit 69 PS fahren.

Design: Von vorne betrachtet erscheinen die Scheinwerfer wie beim Urahn rund. Tatsächlich sind die Augen des Kleinen aber oval – sprich: schräg nach hinten geneigt. Tagsüber geben LED-Lampen dem Mini aus dem Turiner Werk Lingotto ein Gesicht, in der Nacht erhellten beim OÖN-Testauto Bi-Xenon-Lichter (Aufpreis 818 Euro) den 50-Meter-Bereich vorm Wagen. Die Rückleuchten sind nun erhaben – ganz im aktuellen Trend. Ansonsten ähnelt der 500er verblüffend seinem Urahn (inklusive der Maße).

Innenraum: Typisch ist das in Wagenfarbe lackierte Armaturenbrett. Neu ist das 5-Zoll-Infosystem aus dem Fiat-Baukasten (434 Euro), das gut erreichbar in der Mitte platziert ist. Uconnect heißt das Betriebssystem, worin das eigene Smartphone integriert werden kann. Das System ist benutzerfreundlich, TomTom liefert das Navi.

Einen sehr guten Eindruck hinterlässt auch das neue 7-Zoll-TFT-Display (310 Euro), das neben digitalem Tacho, Drehzahlmesser, Tankuhr etc. auch Daten wie Reichweite, aktuellen Kraftstoffverbrauch, Reifendruck etc. anzeigt. Tutto bene, Fiat!

Fahrwerk: Kurzer Radstand, kleine Reifen – die besten Voraussetzungen, um auf miesen Straßen zu hoppeln. Wie beispielsweise der Smart (auch wenn das neue Modell ruhiger auf dem Asphalt liegt). Verblüffend unaufgeregt bügelt der kleine Italiener Unebenheiten glatt. Selbst bei Autobahntempo verhält sich der 500er überraschend ruhig. Kein Hoppeln, kein Schlenkern – passt!

Motor: Eine Rakete ist der Italiener mit 69 PS nicht. Aber für die Stadt reicht die Leistung vollkommen. Mit 6,2 Liter Verbrauch im OÖN-Test ist der Cinquecento allerdings auch kein Kostverächter.

Fazit: Der Kleine hat Charme, neueste Technik und ein selbsterklärendes Info-System. Damit ist er die gelungene Fortsetzung der Mini-Knutschkugel von einst.

 

Fiat 500 Lounge 69 PS

Preis:  ab 12.650 Euro, OÖN-Testwagen: 15.050 Euro

Motor: 4-Zylinder-Benziner, 8 Ventile, vorne quer
Hubraum: 1242 ccm
Leistung: 51 kW (69 PS) bei 5500 U/min, max. Drehmoment 102 Nm bei 3000 U/min

Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix: 5,5/4,3/4,7
OÖN-Test: 6,2
Tank/Kraftstoffart: 35 l / Benzin

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß: 111 g/km

Antrieb: Front
Getriebe: 5-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 12,9 sec, Spitze: 160 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 3546/1627/1488 mm
Radstand: 2300 mm
Leergewicht: 865 kg
Zuladung: 440 kg
Kofferraum: 185/550 Liter
Anhänger geb/ung 800/400 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: Großer Charmebolzen, wendig, Kult-Auto.

Minus: Lange Lackeln müssen sich verbiegen.

Öko-Faktor: 4 von 5 Sternen

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Artikel Carsten Hebestreit 04. Januar 2016 - 00:04 Uhr
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