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Ein SUV nicht nur für die Stadt

Mitsubishi wechselt beim neuen ASX das Gesicht, gibt aber seine Tugenden nicht auf.

Ein SUV nicht nur für die Stadt

Active Sport Crossover – dafür steht ASX. Sportlich ist zwar das Design, fahrdynamisch ist der Japaner allerdings eher ein SUV. Bild: Mitsubishi

Seit mehr als sieben Jahren spulen ASX-Modelle von Mitsubishi Kilometer auf Österreichs Straßen ab. Die zweite Generation des beliebten Crossovers soll noch mehr Kunden zur Marke mit den drei Diamanten locken. Die OÖN testeten den Top-Diesel mit 150 PS.

 

Design: Satt steht der Mitsubishi auf dem Parkplatz in der OÖN-Tiefgarage, mit den 18-Zöllern, einer Wagenbreite von mehr als 1,8 Metern und den schwarzen Zierleisten über den Radkästen. Die mit Chromelementen verzierte neue Front (die Designer nennen es Dynamic Shield) erinnert immer weniger an das alte Mitsubishi-Familiengesicht. Hinten hat sich im Vergleich zum Vorgänger aber nur wenig geändert. Bulliger wirkt er trotzdem – obwohl der Japaner mit 18 Zentimetern Bodenfreiheit hochbeinig genug ist, unbefestigtes Terrain zu erkunden. Der ASX ist ein klassischer Vertreter der Kategorie "Ich könnte, wenn ich möchte" – in Bezug auf Offroad-Erlebnisse.

 

Innenraum: Das Cockpit ist ganz an den Kunden ausgerichtet. Alles ist im Blickfeld, der Pilot findet sich sehr schnell zurecht. Technisch ist der Innenraum im ASX auf dem neuesten Stand, beinhaltet aber auch keine gravierenden Neuerungen. Muss er aber auch nicht, denn Mitsubishi-Kunden sind in den seltensten Fällen Puristen, die Extravaganz brauchen, sondern Praktiker, die Wert auf Funktionalität legen. Ledersitze, Sitzheizung, Panorama-Glasdach, Tempomat, Rückfahrkamera, Premium-Audiosystem mit neun Lautsprechern und vieles mehr sind in der Ausstattungslinie InStyle serienmäßig enthalten. Das Ladevolumen beträgt 419 bis 1219 Liter – jede Menge Platz für Mitfahrer und/oder Gepäck. Selbst zwei 20-Zoll-Fahrräder lassen sich ohne große Probleme in einem Stück transportieren.

 

Fahrwerk: Neben der Handbremse findet sich ein Knopf, auf dem "4WD" steht. Drückt der Pilot drauf, verändert sich die Auslegung des Allradantriebs – mit jedem Drücker hecklastiger. Als "4WD Lock" auf dem Display aufscheint, verlassen wir die befestigte Straße. Der Forstweg in den Wald des Nachbarn, der sonst nur Traktoren vorbehalten ist, bereitete dem ASX keine Probleme. Alles geht selbstverständlich. Wie sehr das Auto zu kämpfen hat, merkt der Pilot kaum, weil die Abstimmung sehr komfortabel gewählt wurde. Auch Stadtverkehr oder widrige Wetterverhältnisse stellen den Japaner kaum vor Probleme.

 

Motor: Der 2,2-Liter-Dieselmotor werkelt ruhig vor sich hin und gibt ausreichend Kraft an die Räder ab. Das passiert über ein 6-stufiges Automatikgetriebe. Im 2WD-Betrieb ist der Vierzylinder sparsam und begnügt sich mit etwa sieben Liter pro 100 Kilometer. Nach dem Gelände-Ausritt stieg der Verbrauch zwischenzeitlich auf 9,3 Liter an – aber auch das ist verkraftbar.

 

Fazit: Der ASX wurde von Mitsubishi auf den neuesten Stand gebracht. Mehr war nicht nötig. Denn das Potenzial zum Kassenschlager hat der Crossover sowieso.

Ein SUV nicht nur für die Stadt

 

Mitsubishi ASX 2,2 DI-D 4WD

Preis: ab 29.490 Euro
OÖN-Testwagen: 36.020 Euro

Motor: Diesel-Vierzylinder mit Commonrail-Einspritzung
Hubraum: 2268 ccm
Leistung: 110 kW (150 PS) bei 3500 U/min
max. Drehmoment: 360 Nm bei 1500–2750 U/min

Verbrauch (MVEG)
Stadt/Land/Mix: 7,1/5,0/5,8
OÖN-Test: 6,9
Tank/Kraftstoffart: 60 l / Diesel
Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß: 152 g/km

Antrieb: Allrad

Getriebe: 6-Stufen-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h: 10,8 sec
Spitze: 190 km/h

Abmessungen & Gewichte:
Länge/Breite/Höhe: 4355/1810/1640 mm
Radstand: 2670 mm
Bodenfreiheit: 180 mm
Leergewicht: 1540 kg
Zuladung: 520 kg
Kofferraum: 419–1219 Liter
Anhängelast gebr.: 745 kg
ungebremst: 1400 kg

Garantie: Fünf Jahre

Plus: Kräftiger, aber sparsamer Motor, Allradantrieb, übersichtlicher Innenraum, großes Ladevolumen, gelungene neue Front

Minus: Die kleinen Knöpfe beim Touchscreen sind während der Fahrt schwer zu bedienen

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Artikel Markus Prinz 06. Juni 2017 - 07:04 Uhr
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