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C3: Frische Optik und mehr Komfort

Der kompakte Citroen hält in dritter Generation das, was seine Vorgänger versprochen haben

Der Citroen C3 ist ein Hingucker – nun auch mit den Airbumps an den Seiten. Bild: Citroen

Können Sie sich noch an den ersten C3, den Nachfolger des legendären Citroen Saxo, erinnern? 16 Jahre oder umgerechnet drei Modellgenerationen ist diese Wachablöse mittlerweile schon wieder her. Was den C3 so erfolgreich macht? Kompakte Ausmaße, Eleganz und eine Motorenpalette, die niemanden wunschlos zurücklässt.

 

Design: Zugegeben, jedermanns Sache ist das Design mit den neuen Airbumps (nach dem C4 Cactus nun auch am C3) freilich nicht – muss es aber auch nicht. "Hat der etwa Warzen?", fragt ein Passant beispielsweise grinsend, als wir vor einem Fastfood-Restaurant in Freistadt einparken. Vielen gefallen die Plastikhöcker an den Türen aber, zumal sie den Lack auch schützen. Die Franzosen trauen sich was, und das ist gut so. Die hochgezogenen, selbständigen LED-Tagfahrlichter über den Scheinwerfern passen in ein stimmiges Gesamtbild.

 

Innenraum: Die Gestaltung im Cockpit ist unstrittiger und macht zudem einen sehr wertigen Eindruck. Die Sitze sind mit Stoff überzogen und bieten Seitenhalt, ohne irgendwie ungemütlich zu sein. Generell ist die Kommandozentrale ein Bereich, der Eleganz und Erhabenheit vermittelt. Per Touchscreen und Multifunktionslenkrad hat der Pilot alles im Auge, was ihm wichtig ist. Erwähnt sei, dass sich die Menüführung spielend leicht erlernen lässt, vor allem für Kunden, die bereits einmal PSA-Modelle gefahren sind. Die Türgriffe erinnern übrigens mehr an Trageriemen für Schultaschen denn an den Branchen-Standard. Auch dafür gebührt den Designern von Citroen ein großes Lob. Die Beinfreiheit im Fond ist für größer gewachsene Passagiere knapp, aber gerade noch in der Kategorie "reisetauglich". Klar, der C3 ist das kleinste fünftürige Fahrzeug in der breiten Produktpalette der Franzosen. Zugunsten der Beinfreiheit präsentiert sich das Ladevolumen im Kofferraum sehr groß. Die offizielle Angabe von 300 Litern scheint da fast noch untertrieben.

 

Fahrwerk: Die Abstimmung des Fahrwerks ist den französischen Ingenieuren gelungen, die gröberen Unebenheiten schluckt der Franzose locker, in Kurven knickt er nicht ein. Erwähnenswert ist auch die sehr gute akustische Dämmung des Fünftürers.

 

Motor: Der drehfreudige Dreizylinder ist kräftig genug, um die 1,1 Tonnen flott anzutreiben, bis zu 188 km/h soll der C3 laut Werksangaben sogar erreichen. Der Verbrauch lag mit 6,9 Litern pro 100 Kilometer im Rahmen, zumal der Anteil an städtisch absolvierten Kilometern im OÖN-Test sehr hoch war. Vielleicht könnte ein Getriebe mit einem sechsten Gang ein weiterer Schritt zur Effizienzsteigerung sein. Den Sechser vermisst man vor allem auf der Autobahn sehr, weil er in fast allen neuen Modellen – selbst im Kompakt- und Kleinwagensegment – zum Usus geworden ist.

 

Fazit: Auch in dritter Modellgeneration wird sich der Erfolgslauf des C3 fortsetzen. Der Kompakte vereint Bewährtes mit den neuesten Standards punkto Sicherheit und Technik und ist optisch ein echter Hingucker. Chapeau!

 

Citroen C3 Shine Puretech 110

Preis: ab 17.690 Euro

OÖN-Testwagen 19.769 Euro

Motor: Reihen-Dreizylinder mit Multi-Point-Einspritzung
Hubraum 1199 ccm
Leistung 81 kW (110 PS) bei 5500 1/min
max. Drehmoment 205 Nm bei 1500 1/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 5,5/4,0/4,6
OÖN-Test 6,9
Tank/Kraftstoffart 45 l/Super
Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 103 g/km

Antrieb: Front

Getriebe: 5-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h 9,3 sec
Spitze 188 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 3996/1749/1490 mm
Radstand 2539 mm
Leergewicht 1101 kg
Zuladung 499 kg
Kofferraum 300 Liter
Anhängelast gebr. 600 kg
ungebremst 450 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: frisches Design, sehr gut abgestimmtes Fahrwerk, kräftiger Motor, eleganter Innenraum

Minus: Den 6. Gang vermisst der Pilot vor allem auf der Autobahn
 

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Artikel Markus Prinz 24. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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