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Traumberuf Technik: Basteln, simulieren und rechnen

Auf ihrem Bildschirm wimmelt es von Zahlen. Bild: privat

Technik als Traumberuf: Die OÖN stellen in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Menschen in Technikberufen vor.

„Eine gewisse Frustrationstoleranz muss ich während meiner Arbeit haben“, sagt Ulrike Schwarzmair scherzhaft. Die Industriemathematik-Studentin programmiert für ihre Doktorarbeit für die Firma Andritz-Hydro. Sie bastelt geduldig am Computer an einem Code, der ein Problem im Bereich der Strömungsmechanik simuliert. Ihr Ziel ist „eine verwendbare Software zu erstellen, mit der berechnet und simuliert werden kann, wie Wasser durch eine Turbine fließt, ohne die Turbine bauen zu müssen“. Im Industrieunternehmen hat die 24-Jährige „mehr Bezug zur Praxis bekommen. Der wissenschaftliche Aspekt ist dadurch, dass ich auch noch viel auf der Uni bei meinen Doktoratsbetreuern bin, sowieso noch gegeben“. Sie sei mit dem Vorankommen zufrieden und erlebt „zum Glück immer wieder Erfolgserlebnisse“, jedoch tauchen zwischendurch Probleme auf, die „harte Zeiten“ mit sich bringen. Testläufe, Literaturrecherche und viele Besprechungen gehören zum Arbeitsalltag der Linzerin. Sie sprüht vor Optimismus: In etwa zwei Jahren will sie mit der Doktorarbeit fertig sein.

Toll findet sie, dass sie über die Johannes Kepler Universität (JKU) an einem EU-Projekt teilnehmen kann: „Ich darf zu verschiedenen Konferenzen, zum Beispiel nach Athen und Oslo reisen, Vorträge über meine Arbeit halten und lerne dabei auch viele Leute kennen.“ So bekommt sie von anderen Wissenschaftern Feedback und kann mit ihnen über Fortschritte der Forschungsarbeit diskutieren. Ihre Empfehlung: „Für alle die gerne tüfteln und knobeln ist das Studium der Technischen Mathematik geeignet.“

Zahlen, Formeln und Codes – dominieren die auch das Privatleben? „Ich bin ziemlich genau was Formulierungen angeht und weise gerne meine Mitmenschen auf logische Fehler in ihrer Argumentation hin. Komischerweise finden sie das manchmal ein bisschen nervig“, sagt Schwarzmair und lacht fröhlich.

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Artikel Von Julia Broucek 10. November 2009 - 00:04 Uhr
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