50 Jahre JKU

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Kommentare zu diesem Artikel
von Gugelbua (15328) · 09.10.2016 09:48 Uhr

so unter dem Motto "meine Kinder sollen es einmal besser haben" studiert alles was so halbwegs lesen und schreiben kann, wie sich das Erlernte mal später Zeigt, steht auf einen ganz anderen Blatt.
Der Campus muß sexy sein, sagt doch viel über die Anbiederung von Lehrer an die Spaßgesellschaft von heute grinsen

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von Hillsmith (2350) · 09.10.2016 00:16 Uhr

Ein Studium als "Privileg" zu betrachten hat was Elitäres und Rückwärtsgewandtes. Das Rad der Zeit hat sich weiter gedreht. Seit der Einführung der Schulpflicht hat sich einiges getan. Auch wenn internationale Gepflogenheiten es noch nicht so deutlich erkennen lassen - die tertiäre Bildung wird zur Notwendigkeit. Und sie wäre bei entsprechendem Willen auch ohne viele Zusatzkosten und Ausgrenzung realisierbar. Wozu gibt es die Digitalisierung? Was soll das Gerede von steigenden Studierendenzahlen und gleichzeitig von Zugangsbeschränkungen? Letzteres wirkt doch eher wie eine gefährliche Drohung.

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 05:50 Uhr

Zur Hochschulbildung brauchst du eine gewisse Intelligenz.

(Es ist nun nicht so, dass normalerweise Intelligenz im Lauf des Lebens zunähme, das tut sie vielleicht wieder im Alter. In der Kindheit und in der Jugend nimmt sie rapide ab.)

Wissen (oben gings um Bildung) kann man sich mit mehr oder weniger Anstrengung aneignen, zum Beispiel, um ein (guter) Buchhalter oder Automechaniker zu werden.

Für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg und den der Gemeinschaft (Staat etc.) ist eine Optimierung oder Maximierung des Wissens der Individuen günstig. Für das Allgemeinwohl kommt es auf Bildung an.

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von kontrolle (2046) · 09.10.2016 08:30 Uhr

Hier darauf hinzuweisen, dass Bildung, was anderes als Wissen ist hier mE nicht passend.

Bildung führt zu Wissen, oder? Und beides ist was anderes als Intelligenz.

Dass Intelligenz das Ausschließlungskriterium für Bildung gesehen wird, ist Ausfluss der Vergangenheit, des autoritären und elitären Zugangs zu Bildung mE. Es gibt ja noch immer genug Leute (insbesondere im kaiserdenkenden Ö), die frei nach dem Motto vieler Habsburger bei Einführung der Schulpflicht befürchten, dass Bildung sich negativ auf die Arbeitsmoral auswirkt.

Eignungstests sind auch, da die Verantwortlichen dafür mE kaum Ahnung noch Verständnis für mehr als Pflichtbildung haben wollen/können , beschränkt einsetzbar. Sie werden, wie der Interviewte ausführt, gerne zu Steuerung der Ausgrenzung und Selektion gesehen: "Ihr Kind ist handwerklich begabt" soll dann heißen, keine Bildung (notwendig).

Und Bildung wirkt sich wohl auch auf die Lebensqualität des Einzelnen aus, nicht nur anerkannt auf das Gemeinwohl.

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 09:17 Uhr

„Und Bildung wirkt sich wohl auch auf die Lebensqualität des Einzelnen aus, nicht nur anerkannt auf das Gemeinwohl.“ --- Stimmt mmn, ich habs auch nicht ausgeschlossen.

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 09:13 Uhr

„Bildung führt zu Wissen, oder?“ --- Wer sagt das? Wenn es so ist, kann dann Bildung strenggenommen das Gleiche sein?

Nimm halt Allgemeinbildung.

(Wissen ist für mich, sagen oder zumindest denken zu können, welche Währung Thailand hat. Oder welche Umfangsgeschwindigkeit ein bestimmter Drehstahl verträgt. Bildung ist die Fähigkeit, sich Wissen unabhängig vom Fachgebiet aneignen und verwenden zu können).

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von Bias1 (2) · 08.10.2016 17:30 Uhr

"Der Campus muss sexy sein", was für eine Wortwahl! So viel also zur Vorbildwirkung eines Rektors einer Bildungseinrichtung.

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 06:24 Uhr

Bias. Mein bevorzugtes Wörterbuch bezeichnet dieses Wort als umgangssprachlich, soweit muss ich dir also recht geben. Und der (oder das?) Duden? Auch, oh Wunder.

Für ein abschließendes Urteil muss noch das ÖWB befragt werden, und dieses spart sich die Einstufung (das Österreichische Wörterbuch ließ vor etlichen Jahren kein Wort aus der Wiener Gaunersprache aus und keinen Slang).

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von grubber (220) · 08.10.2016 22:04 Uhr

Vielleicht möchte der Herr Rektor nur ein wenig die Damen ärgern, die so zahlreich am Lehrstuhl für Genderstudies forschen.
Sexy, das geht gar nicht-das ist ja herabsetzend, verächtlichmachend.

Andererseits hat jede Universität oder Hochschule in Europa ein Institut für Genderstudies, alle behaglich personell ausgestattet.

Könnten diese Institute nicht fusionieren und ihre Themen und Projekte EU-weit verknüpfen ,damit Mehrgleisigkeiten verhindern, dadurch Posten einsparen, damit Steuergelder nicht nur für die wichtige Frauenforschung, auch für andere Bereiche freigeschaufelt werden kann.

P.S Eine der neuesten bahnbrechende Ergebnisse im Bereich der Linzer Frauenforschung war die Erkenntnis, dass Frauen mit Kopftuch es schwerer haben bei der Jobsuche.

Du liebe Güte !

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von kontrolle (2046) · 08.10.2016 17:24 Uhr

zu "...der Ära Kreisky ....für breite Schichten geöffnet. Aber Maß und Ziel... verloren gegangen. Der Wert.....wird nicht mehr richtig bemessen. ....dort, wo es keine Studiengebühren...Zugangsregeln gibt, entsteht...Eindruck, das sei eine Selbstverständlichkeit. Deshalb bin ich überzeugt, dass eine Klärung von Neigung und Motivation für...Studium unverzichtbar ist."

Hier schlägt sich mE wohl das Argument des Elitären durch, dass andere Uni-Professoren sehr und va für sich beanspruchen (zB Ö1-Serie jetzt).

Im bildungsfernen und bildungsunterdrückten Ö, das eben genau aus diesem Grunde sich keine Studiengebühren leistet, soll es wohl Selbstverständlichkeit sein, eine tertiäre Ausbildung zu absolvieren. Bei uns scheitert es ja schon daran, dass die Basis-Bildung an einer Mittelschule als lässlich und kontraproduktiv zur Berufsausübung/Lehre gesehen wird.

Und mit "Eignungs- und Motivationstests" soll dem fehlenden Respekt (Devotheit/Bravheit) der Zahn gezogen werden? Kann das stimmen?

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 06:05 Uhr

Sollen Bergtouren erst gestartet werden, wenn Sicherheit besteht, dass alle jemals zu bildenden Seilschaften die zwei Hauptziele erreichen?

Oder dürfen elitär einzelne starten, bevor diese Sicherheit gegeben ist?

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von Ruflinger (25875) · 09.10.2016 09:14 Uhr

Das heißt trotzdem, dass die Möglichkeit, Bildung zu erwerben oder sich im Beruf weiterbilden zu können, zweifelsfrei ein hohes Gut ist.

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