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Tapeten sind "in": Qualität wie auch Mustervielfalt werden geschätzt.

Gelungener Imagewandel: Tapeten im Holzstil Bild: P+S

Tapeten sind "in": Qualität wie auch Mustervielfalt werden geschätzt.

Repräsentative Umfrage 2017 ergibt: Tapete ist beliebt - Vliestapete wenig bekannt

Von Sonderthemen-Redaktion, 21. Oktober 2017 - 00:04 Uhr

Das Deutsche Tapeten-Institut (DTI) ließ die Barrieren bei der Verwendung von Tapete durch das Marktforschungsinstitut Innofact untersuchen und präsentiert die Ergebnisse dieser bundesweiten, repräsentativen Studie.

Viele scheuen Arbeitsaufwand - Streichen sei einfacher

Den alten Wandbelag entfernen, Untergrund reinigen, Kleister anrühren, Einweichzeiten beachten, obwohl über die Hälfte der Befragten eine Tapete für ihr Zuhause aufgrund der Optik und Haltbarkeit erwägen (56 Prozent), scheuen viele den vermeintlich hohen Arbeitsaufwand. Insbesondere das Entfernen von Raufaser oder alten Tapeten erscheint mühsam.

Vor allem junge Mieter geben an, nicht zu tapezieren, da sie glauben, streichen sei einfacher und Tapete müsse beim Auszug wieder entfernt werden. Und wer einen Profi mit dem Tapezieren beauftragen will, schätzt die Kosten für einen Handwerker zumeist als zu hoch ein (52 Prozent der Befragten).

Renovierung ist bei Auszug nicht mehr erforderlich

Offensichtlich wissen die wenigsten, dass oftmals der Mieter die Entfernung der Tapeten bei Auszug aus der Wohnung nicht mehr vornehmen muss. Und dass der Begriff Tapete zwar bekannt ist , nicht jedoch die moderne Vliestapete und ihre Vorteile, lässt sich aus den geäußerten Hemmnissen ebenfalls schließen. Laut Studie kennen nur 41 Prozent den Begriff Vliestapete, bei der jüngeren Zielgruppe unter 30 Jahre sind es sogar lediglich 30 Prozent.

Damit wissen auch nur wenige Renovierungswillige, wie einfach Vliestapete in der Handhabung ist: Sie lässt sich direkt von der Rolle an der eingekleisterten Wand anbringen. Man muss nicht mehr Bahn für Bahn einkleistern und Einweichzeiten beachten. Außerdem kann sie in einem Stück trocken von der Wand abgezogen werden, wenn das Muster nicht mehr gefällt.

Beim Malen wird häufig das zeitintensive Abkleben unterschätzt. Außerdem ist es mit nur einem Anstrich selten getan und das Ergebnis einer selbstgestrichenen Wand ist für viele unbefriedigend. Wie einfach und schnell Tapezieren dank der modernen Materialien heute wirklich ist, wissen die meisten Befragten nicht. Sobald sie jedoch selbst einmal Vliestapeten verwendet haben oder über ihre Vorteile aufgeklärt wurden, scheinen sie davon überzeugt zu sein.

Tapeten sind "in": Qualität wie auch Mustervielfalt werden geschätzt.
Marmor-Optik – momentan absolut en vogue.  
Bild: A.S. Création

Erfreulich ist, dass die Tapete den Imagewandel geschafft hat und nicht mehr als bieder oder konservativ gilt. Auch das belegen die Zahlen der Studie. Die Chance, neue Tapetenfans zu gewinnen ist also groß. Allerdings besteht großer Bedarf an Aufklärung und Information, vor allen Dingen bei Erstverwendern.

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