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Parkett ist der sinnlichste Bodenbelag von allen

Parkett wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Bild: vdp/Haro

Parkett ist der sinnlichste Bodenbelag von allen

Holz bietet Natur pur. Das gilt sowohl für hochwertige Möbel aus dem Besten des Waldes als auch für edle Bodenbeläge. Das Besondere an Parkett ist die Möglichkeit, den Bodenbelag mit allen Sinnen zu erleben.

Von Sonderthemen-Redaktion, 03. Februar 2018 - 00:04 Uhr

"Er ist bereits optisch ein Hingucker, denn Holz ist als Naturprodukt niemals ein Massenprodukt, sondern dank seiner unterschiedlichen Farbtöne und der herrlichen Maserung ein individuelles Kunstwerk", sagt der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp), Michael Schmid. Und wenn man die Augen schließt, spricht Parkett auch weitere menschliche Sinne an.

Angenehme Fußwärme und unverfälschte Akustik

Wer sich ohne Schuhe auf einem Holzfußboden bewegt, der merkt schnell, dass seine Füße nie wirklich kalt werden. Besonders beim Übergang auf einen Steinboden im Badezimmer oder in der Küche spürt man eine deutlich angenehmere Fußwärme beim echten Holz - vor allem in der kalten Jahreszeit ein unschätzbarer Vorteil.

Ein Parkettboden schmeichelt überdies auch den Ohren, trägt er doch maßgeblich zu einem optimalen Raumklang bei. Ob in der Oper, in der Schulaula oder im Uni-Hörsaal, überall dort, wo großer Wert auf eine gute Akustik gelegt wird, wird auf einen Echtholzboden gesetzt. "Dank der Fähigkeit, Schallwellen zu absorbieren, vermag Holz den Nachhall deutlich zu reduzieren. Musikalische Töne und gesprochene Worte gelangen dadurch unverfälscht in die Ohren der Zuhörer’", erläutert Schmid. Auch Privatpersonen können sich diese Eigenschaft zunutze machen, indem sie die heimische Stereoanlage in einem Raum mit Parkett installieren.

Klimaregulierend und positiv für die Gesundheit

Neben diesen optischen, haptischen und akustischen Vorzügen wirkt sich ein Parkettboden auch positiv auf das Klima im Raum und somit Tag für Tag auf das Wohlbefinden der Bewohner aus. Parkettexperte Schmid: "Holz transportiert die Eigenschaft zu atmen aus dem Wald hinein in die Wohn- und Arbeitsräume. Das Naturmaterial nimmt Wasserdampf aus der Luft auf und gibt ihn wieder ab. Somit wirkt es als Klimaregulierer und sorgt für eine optimale Luftfeuchtigkeit."

Wenn beispielsweise in der kalten Jahreszeit die Räume stärker beheizt werden, sinkt die Luftfeuchtigkeit, was sich negativ auf die Gesundheit des Menschen auswirkt. Ein trockener Hals, trockene Haut und Augen sind die Folgen. Das Holz des Parketts begünstigt das Raumklima, indem es Feuchtigkeit an die Raumluft abgibt. In Kombination mit Luftbefeuchtern kann dann die optimale Raumluftfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent leicht erreicht werden.

"Ob Hören, Sehen oder Fühlen - Parkett spricht die menschlichen Sinne wie kein zweiter Bodenbelag an. Besonders naturliebende Individualisten werden diese Fähigkeit zu schätzen wissen", schließt Schmid.

Gute Zukunftsaussichten für eine fast vergessene Baumart

Die Doktor Silvius Wodarz Stiftung hat durch den Fachbeirat "Kuratorium Baum des Jahres" (KBJ) die Edelkastanie zum "Baum des Jahres 2018" gekürt. Eigentlich bevorzugt die Edelkastanie vorwiegend wärmere Gefilde, doch aufgrund des Klimawandels kann die Baumart zukünftig auch in klimatisch kälteren Gebieten anzutreffen sein.

Nach der letzten Eiszeit sind die Edelkastanien fast vollständig aus Mitteleuropa verschwunden und erst mit den Römern wieder über die Alpen zurück gekommen. Die Eigenschaft des so genannten Stockausschlags ermöglicht der Kastanie, aus dem Wurzelstamm immer wieder neu auszutreiben. Das nutzte man bereits im Mittelalter für die Brennholzgewinnung, da nach einigen Jahren wieder ausreichend Holz am Baumstumpf wuchs. Auch ihre Widerstandsfähigkeit gegen Pilze machte sie zu einer sehr nützlichen Holzart im Holzhandwerk. Das Hauptverbreitungsgebiet der Ess- oder Edelkastanie ist heute Südeuropa.

Auch im Möbelbau interessant

Das Holz der Edelkastanie wurde gerne für den Bau von Weinfässern eingesetzt, da der Feuchtekontakt durch Wein und Likör dem Holz nichts anhaben kann. Ebenso findet es dank dieser Eigenschaften beim Möbelbau Verwendung. Die Textur des Holzes grenzt sich durch die einzelnen Jahresringe deutlich voneinander ab. Die Blätter der Edelkastanie sind länglich schmal und besitzen einen gezahnten Blattrand. Durch Vögel, wie Krähen oder Eichelhäher sowie Nagetiere, wie Eichhörnchen und Mäuse werden ihre Früchte weitergegeben und verbreitet. Die "Gemeine Rosskastanie" ist nur weitläufig mit ihr verwandt und die Biologie zählt die Edelkastanie zu den "Buchengewächsen", während die Rosskastanie den "Rosskastaniengewächsen" zugeordnet wird.

Die Fruchtreife der Maronen oder Kastanien beginnt ab Oktober und ist in der Küche eine typische Winterfrucht. Sie wird sowohl für Süß- wie Salzspeisen verwendet, zum Beispiel als herbstliche Kastaniensuppe, in der Pfanne mit Rosenkohl gebraten sowie zum Nachtisch als Eis und in Püreeform. Ebenso können die Maronen zu Mehl gemahlen werden und so Backwaren wie Kekse und Kuchenteig verfeinern.

Parkett ist der sinnlichste Bodenbelag von allen
Furnierstreifen von der Edelkastanie.  
Bild: Wilfried Koch
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