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Österreichs größtes Designfestival startet in die elfte Runde

Programmpartner ÄSTHETIK IST FUNKTION - STEININGER Bild: Steininger / Merten Riesner

Österreichs größtes Designfestival startet in die elfte Runde

Von 29. September bis 8. Oktober machen mehr als 100 Veranstaltungen Wien erneut zur City Full of Design.

Von Sonderthemen-Redaktion, 23. September 2017 - 00:04 Uhr

Die VIENNA DESIGN WEEK ist jährlich geprägt durch zwei wechselnde Faktoren, den Fokusbezirk mit der Zentrale und das Gastland. In diesem Jahr sind das der 15. Bezirk und Rumänien. Es gibt also einiges zu entdecken!

Bereits im vergangenen Jahr setzte sich die VIENNA DESIGN WEEK das Ziel, den Bereich Industrial Design im Festivalprogramm stärker präsent sein zu lassen. Dieses Anliegen wird auch 2017 verfolgt, heuer weniger als ein eigenes Format, sondern mit einem thematischen Schwerpunkt innerhalb der Programmpartnerschaften. Wunsch ist es dabei, einem breiten Publikum die hinter dem Industrial Design stehende Innovationskompetenz der österreichischen Industrie und Wirtschaftsbetriebe im Zusammenspiel mit Designschaffenden näherzubringen. Die Bandbreite an Themen, Herausforderungen, Arbeitsweisen und Problemlösungskompetenzen im Industriedesign soll so sichtbar und erlebbar gemacht werden.

Die diesjährige Festivalgrafik knüpft an die Ausgangspunkte von Design, nämlich Farbe, Material und Form, an. Das Kreiselement, das als geometrische Grundform für Stichworte wie Fokus, Spotlight und Konzentration steht, verbindet ebenjene Aspekte von Design miteinander. Als Partikel oder Atom ist der Kreis als Teil eines größeren Ganzen zu verstehen und steht damit auch für Kooperationen, Kollektivität, Experimente und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Menschen im Rahmen des Festivals. Das Bueronardin läutet damit den nächsten Abschnitt ein, Christof Nardin als Art Director der Festival-CI gibt der Reife des zweistelligen Festivals ein Gesicht. Das von Lilli Hollein mitbegründete und geleitete Festival fördert ein neues Bewusstsein für Design und versteht dieses nicht nur in seiner ästhetischen Funktion, sondern insbesondere auch als tiefgreifenden und elementaren Bestandteil unseres Alltags.

Gekonnt schafft die VIENNA DESIGN WEEK dabei den Spagat zwischen Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit. Zu sehen sind nationale und internationale Projekte, Positionen, Entstehungs- und Produktionsprozesse sowie experimentelle Ansätze in Architektur, Grafik-, Produkt-, Möbel-, Industrie- und Social Design. Die meisten Beiträge werden im Auftrag des Festivals eigens für die VIENNA DESIGN WEEK geschaffen.

Die VIENNA DESIGN WEEK zeichnet sich durch ihre kuratierten Inhalte und ihren innovativen Charakter aus und bemüht sich um das Zusammenführen verschiedener Disziplinen – besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Design und Wirtschaft. So hat sich das Festival als ein stetig wachsendes Netzwerk von heimischen und internationalen Kreativschaffenden und Unternehmen etabliert, das zudem von wichtigen Playern aus Kultur, Wirtschaft und Medien gestärkt und genutzt wird.

Österreichs größtes Designfestival startet in die elfte Runde
 
Bild: Bueronardin / Vienna Design Week

Fokusbezirk

Jährlich wählt die VIENNA DESIGN WEEK einen Bezirk innerhalb Wiens, der während des Festivals eine besondere Rolle einnimmt. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Rudolfsheim-Fünfhaus, dem 15. Wiener Gemeindebezirk. Die speziellen Gegebenheiten des Bezirks werden dabei in das diesjährige Festival einfließen – die VIENNA DESIGN WEEK erschließt neue Räume, macht auf Traditionsunternehmen aufmerksam und bringt eine Reihe an Veranstaltungen nach Rudolfsheim-Fünfhaus. Die lokalen Besucherinnen und Besucher entdecken so ihre eigene Stadt aus einer neuen Perspektive, das internationale Publikum sieht ein anderes Gesicht Wiens, abseits der touristisch geprägten Zentren.

Festivalzentrale

Die Festivalzentrale befindet sich wie üblich im Fokusbezirk. In diesem Jahr bespielt die VIENNA DESIGN WEEK in Rudolfsheim-Fünfhaus gleich zwei Locations als Zentrale. Festivalzentrale Nord im Blauen Haus am Europaplatz 1 bildet dabei den zentral gelegenen Dreh- und Angelpunkt. Mit einer Vielzahl an Beiträgen sowie dem Infopoint und einem Pop-Up-Café ist die Location am Wiener Westbahnhof die erste Anlaufstelle für alle Besucherinnen und Besucher der VIENNA DESIGN WEEK. Festivalzentrale Süd am hübschen Sparkassaplatz 4 ist ein Architekturjuwel von Johann Georg Gsteu, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Highlights wie etwa sämtliche Festivaltalks finden dort statt.

Passionswege

Im Rahmen dieses kuratierten Formats lädt die VIENNA DESIGN WEEK jedes Jahr internationale und österreichische Designschaffende ein, mit Wiener Unternehmen zu arbeiten und auf Basis eines intensiven Wissensaustausches zusammen Projekte zu entwickeln. Gemeinsam und befreit von den Zwängen und Abläufen üblicher kommerzieller Arbeitsbeziehungen wird das Projekt unter kuratorischer Leitung der VIENNA DESIGN WEEK realisiert. Honorar und Reisekosten werden dabei vom Festival getragen. Mit ihren offenen, moderierten Annährungsprozessen zwischen Unternehmen und Designschaffenden sind die Passionswege ein wichtiger und angesehener Bestandteil der VIENNA DESIGN WEEK. Auch in diesem Jahr hat die VIENNA DESIGN WEEK einige Unternehmen aus dem ersten Bezirk sowie aus dem Fokusbezirk Rudolfsheim-Fünfhaus in die Passionswege-Projekte eingebunden. Des Weiteren findet sich heuer auch eine Station im Bezirk Mariahilf.

Das gesamte Programm ist unter www.viennadesignweek.at zu finden.

Österreichs größtes Designfestival startet in die elfte Runde
Ein neues Team rund um Lilli Hollein  
Bild: Katharina Gossow
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