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Ex-Minister nun Chef der Wiener Sozialbau AG

WIEN. Was Ostermayer beim größten gemeinnützigen Bauträger vor hat.

Ex-Minister nun Chef der Wiener Sozialbau AG

Seit Jahresbeginn ist Josef Ostermayer Generaldirektor der Sozialbau. Bild: APA

Die Sozialbau AG, größter gemeinnütziger Bauträger Österreichs, soll auch unter ihrem neuen Generaldirektor Josef Ostermayer den Fokus auf die Errichtung leistbarer Mietwohnungen legen. Angesichts der in Wien weiter wachsenden Bevölkerung gebe es den Bedarf. 2018 dürfte die Sozialbau mit rund 2200 in Errichtung befindlichen Wohnungen ihre historisch höchste Bauleistung aufweisen.

Die Liegenschaftspreise und auch die Baukosten seien aber "eine Herausforderung", wenn man günstiges, leistbares Wohnen ermöglichen und bei hoher Bauqualität die Stadt sozial gut durchmischt haben wolle.

Konjunktur macht Bauen teuer

Grundstücke, die Gemeinnützige nur zu bestimmten Höchstpreisen kaufen dürfen, seien durch die hohe Nachfrage teurer geworden, und Bauen sei durch die Hochkonjunktur kostspieliger geworden. In Wien gebe es geförderte Grundstückspreisobergrenzen von plus/minus 300 Euro pro Quadratmeter, in Salzburg müsse der gemeinnützige Wohnbau dagegen Grundstückspreise von bereits 700 Euro pro Quadratmeter stemmen.

Dem Vorschlag von am Einkommensniveau orientierten Mieten , also einem "Nachziehen" für Besserverdiener, wie es im Programm der schwarz-blauen Koalition verankert ist, steht Ostermayer, der in der SP-geführten Regierung Faymann Kanzleramts- und Kulturminister war, skeptisch gegenüber.

Soziale Durchmischung wichtig

Das sei für ihn "leistungs- und mittelstandsfeindlich", weil es Menschen nur deshalb treffen könnte, weil sie in der Karriere fortschreiten oder mehr Überstunden machen. Das sei für die soziale Durchmischung in den Wohnhäusern kontraproduktiv. Zudem sei dies womöglich im gemeinnützigen Bereich auch rechtlich gar nicht so leicht zu realisieren, wenn man das hier für die Miethöhe geltende Kostendeckungsprinzip bedenke.

Die von der neuen Regierung geplanten Schutzbestimmungen für gemeinnützige Bauvereinigungen gegen Umgehungsgeschäfte bei GmbH- oder AG-Anteilen begrüßt Sozialbau-Chef Ostermayer. Jetzt wolle man verhindern, dass unter Umgehung bestimmter Vorschriften, auch eines grünen Lichts der jeweiligen Landesregierung, Anteile darübergestülpter Holdings veräußert werden können. "Das soll jetzt dichtgemacht werden. Das ist positiv", sagt Ostermayer.

Indirekt gehört die Sozialbau AG mehrheitlich dem Wiener-Städtische-Konzern Vienna Insurance Group (VIG).

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Artikel 27. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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