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"Extrem hohe Preise sind nicht nachvollziehbar"

WIEN. Immobilienverband sieht Wohnungsmarkt "ungetrübt"

"Extrem hohe Preise sind nicht nachvollziehbar"

Aus Sicht des Verbandes der Immobilienwirtschaft sind Mieten durchaus erschwinglich. Bild: colourbox

Der heimische Markt für Wohnimmobilien sei weiter ungetrübt. Immobilien seien die beliebteste Anlageform, speziell in großen Städten. Sensationsmeldungen von Immobilienplattformen über extrem hohe Miet- oder Kaufpreise könne man nicht nachvollziehen, da das zu Grunde liegende Angebot nicht repräsentativ sei. Das sagten die Vertreter des Verbands der Immobilienwirtschaft (ÖVI) am Mittwoch bei ihrer traditionellen Markt-Pressekonferenz.

Schon im Eigentums-Bereich sei klar erkennbar, dass die Angebotsdaten auf Plattformen oft weit entfernt von den tatsächlichen Abschlüssen seien. Günstige Wohnungen würden oft gar nicht eingepflegt, und servicierte Apartments mit hohen monatlichen Kosten würden den Durchschnitt verfälschen.

Mehr Transaktionen

Das gleiche Phänomen sei bei Mieten festzustellen, so der ÖVI, der auf eine Sonderauswertung des Mikrozensus der Statistik Austria verwies. Demnach habe es in den vergangenen drei Jahren bei in Wien neu abgeschlossenen Mietverträgen eine Gesamtbelastung von 10,90 Euro pro Quadratmeter monatlich bei privaten Richtwertwohnungen und 12,20 Euro pro Quadratmeter bei freien Mietzinsvereinbarungen gegeben – jeweils Bruttomiete inkl. Betriebskosten und Umsatzsteuer. Ausgehend von einer 70-Quadratmeter-Durchschnittswohnung ergebe das Wohnkosten von cirka 750 bzw. 850 Euro pro Monat. Einmal mehr gelte das Credo: Nicht eine Mietzinsbeschränkung, sondern ausreichend Angebot am Markt könne den Preis dämpfen.

Im Durchschnitt werde ein Drittel aller Eigentumswohnungs-Transaktionen in Wien umgesetzt, nämlich von 50.000 bundesweit im heurigen Jahr 17.000 allein in der Bundeshauptstadt.

Habe es 2010 bis 2014 im Schnitt etwa 12.000 Eigentumswohnungs-Transaktionen jährlich in Wien gegeben, sei die Zahl 2015 auf 15.500 gestiegen.

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Artikel 16. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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