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Wie schütze ich mein Eigenheim? Smart Home oder Alarmanlage

LINZ. Alarmanlagen sind zertifiziert und unterliegen strengen Auflagen.

Wie schütze ich mein Eigenheim? Smart Home oder Alarmanlage

Wenn es früh dunkel wird, beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Bild: Fotolia/rcfotostock

Die Musikanlage wird zur hauseigenen Sirene, die einen an- und abschwellenden Alarmton abspielt, die Jalousien fahren hoch, und das Licht beginnt zu blinken. Das geschieht, wenn sich ein Einbrecher an einem Haus mit einem Smart-Home-System von Loxone zu schaffen macht. Ein wirksamer Schutz, heißt es bei Loxone.

"Ein Smart-Home-Produkt ist kein Sicherheitssystem", sagt hingegen Martin Unfried, Leiter der Österreich-Niederlassung des Alarmanlagen-Herstellers Telenot mit Sitz in Vorchdorf. Er wolle die Smart-Home-Produkte nicht schlechtreden, aber bei Alarmanlagen seien sämtliche Komponenten zertifiziert, von den Bewegungsmeldern über Glasbruchsensoren bis hin zu den Fensteröffnungskontakten.

"Saison für Einbrecher"

Einig ist man sich sowohl bei Loxone als auch bei Telenot, dass jetzt Hauptsaison für Dämmerungseinbrecher sei. Die Dunkelheit biete den Verbrechern Schutz. "Ein Schraubenschlüssel reicht aus, um eine ungesicherte Terrassentür oder ein Fenster innerhalb von dreißig Sekunden aufzubrechen", sagt Unfried.

Generell seien Alarmanlagen in Kombination mit mechanischen Sicherungen wie Schlössern, Sicherheitsbalken oder Sicherheitstüren der optimale Schutz gegen Einbrecher, sollten aber immer vom Fachmann eingebaut werden, der bei jedem Objekt Sicherheitslücken sofort erkenne, so Unfried. Wer nicht gleich in eine professionelle Alarmanlage investieren will und ein Smart-Home-System von Loxone sein Eigen nennt, kann es entsprechend aufrüsten. Das Smart Home meldet bei Einbruch der Dunkelheit, aber auch bei aufkommenden Stürmen, wenn Fenster, Türen oder die Garage offenstehen.

Darüber hinaus könne eine intelligente Anwesenheitssimulation zusätzlich Einbrecher abschrecken. "Unser Loxone Smart Home lernt die Gewohnheiten seiner Bewohner kennen und simuliert Anwesenheit bei deren Abwesenheit. Diese Art der Simulation ist wesentlich wirkungsvoller und einfacher, als bloß Zeitschaltuhren einzustellen", sagt Loxone-Gründer und Geschäftsführer Martin Öller.

Wo eingebrochen wird und welches Haus verschont bleibt, ist kein Zufall. Das zeigt eine kürzlich präsentierte Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, die OÖNachrichten berichteten. Einbrecher bevorzugen Orte mit guter Verkehrsanbindung, Häuser am Siedlungsrand oder solche, die uneinsehbare, dunkle Eingänge haben.

Vor allem aber schrecken technische Sicherungseinrichtungen potenzielle Einbrecher ab. Eine Alarmanlage ist für viele Kriminelle Grund genug, sich ein anderes Haus zu suchen.

Oft arbeiten die Täter mit einfachen Werkzeugen wie Schraubenziehern. Manchmal benötigen sie aber nicht einmal diese: Sie stoßen oft genug auf unverschlossene Fenster oder Türen.

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Artikel Hermann Neumüller 02. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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