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Zwei Drittel der Österreicher wollen zum Pensionsantritt übersiedeln

WIEN. Umfrage: 84 Prozent der "Best Ager" sind mit ihrer derzeitigen Wohnsituation zufrieden.

Zwei Drittel der Österreicher wollen zum Pensionsantritt übersiedeln

Der Alterswohnsitz soll ruhig, aber verkehrsgünstig gelegen sein. Bild: (Colourbox)

Zwei Drittel der "Best Ager" (50 plus) sind im Alter bereit zu übersiedeln. Der Wunsch nach Ortsveränderung oder Tausch eines zu großen Heims gegen ein passenderes wird am häufigsten genannt, auch schwere Erreichbarkeit oder fehlende Barrierefreiheit sind laut BMM-Befragung für Raiffeisen Immobilien oft Gründe.

84 Prozent der befragten 45- bis 69-Jährigen aus ganz Österreich zeigten sich mit ihrer aktuellen Wohnsituation zwar zufrieden oder sogar sehr zufrieden, 16 Prozent aber weniger bis gar nicht. Insgesamt 68 Prozent können sich vorstellen, kurz vor bzw. im Ruhestand zu übersiedeln – und fast zwölf Prozent haben deshalb schon ihren Wohnsitz gewechselt.

Die am häufigsten genannten Gründe für einen Wohnsitzwechsel im Ruhestand sind der Wunsch nach Ortsveränderung (26 Prozent) und der Wunsch, ein zu groß gewordenes Heim gegen ein neues, besser zu den Bedürfnissen passendes auszutauschen (23 Prozent).

Fast jeder fünfte "Best Ager" gab an, sich einen Wohnsitzwechsel im Alter vorstellen zu können, weil die momentane Bleibe schwer erreichbar oder nicht barrierefrei ist (16 Prozent). Für ebenfalls 16 Prozent ist oder wäre die Instandhaltung des aktuellen Zuhauses zu aufwändig. Und fast die Hälfte (46 Prozent) will im Alter endlich einen lang gehegten Wohntraum verwirklichen.

Ein neues Zuhause ist durch die alte Immobilie meist nicht finanzierbar, hieß es bei Raiffeisen Immobilien diese Woche. Denn in 53 Prozent aller Fälle, in denen eine Übersiedlung rund um den Pensionsantritt stattfand, konnte die neue Immobilie durch den Verkaufswert der alten nicht zur Gänze finanziert werden.

Vor allem im ländlichen Raum zeige die Erfahrung, dass der Wert eines vorhandenen Einfamilienhauses häufig unter den Anschaffungskosten eines neuen Alterswohnsitzes liegt, etwa in zentralerer Lage in der nächsten Bezirkshauptstadt.

Innerhalb der Familien sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen, was im Alter mit einer verfügbaren Immobilie geschehen solle. Denn nur 13 Prozent hätten eine bestehende Immobilie tatsächlich innerhalb der Familie übergeben, und beinahe die Hälfte der Befragten (49 Prozent) habe noch gar keine Lösung für ein solches Objekt gefunden. Es sei interessant, so Raiffeisen Immobilien, dass jene Befragten, die einen Wohnsitzwechsel im Alter schon hinter sich hätten, das bestehende Heim häufiger verkauft oder vermietet hätten (31 bzw. 7 Prozent).

Wer sich eine Übersiedlung im Ruhestand vorstellen kann – und Haus oder Wohnung im Eigentum besitzt –, ist sehr häufig unschlüssig, was damit im Falle eines Wohnsitzwechsels im Alter geschehen soll: 39 Prozent gaben an, noch keine Pläne für die jetzige Wohnimmobilie zu haben. 31 Prozent erklärten, sie hätten vor, diese an die Nachkommen zu übergeben, 23 Prozent wollen demnach ihren Wohnsitz verkaufen und sechs Prozent wollen die Immobilie vermieten.

Zum "Wohnen im besten Alter" hat BMM Markt- und Trendforschung im August und September 628 Interviews mit 45- bis 69-Jährigen durchgeführt. Die Umfrage sei repräsentativ für drei Millionen Menschen dieser Altersgruppe, heißt es.

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Artikel OÖN 25. November 2017 - 03:26 Uhr
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