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Viel Eigenleistung: Fast die Hälfte der Häuslbauer errichtet den Rohbau selbst

LINZ. Besonders jüngere Personen und Bewohner auf dem Land verzichten auf Baufirmen.

Bild: Erwin Wodicka

Beim Hausbau selbst Hand anzulegen, spielt in Österreich eine bedeutende Rolle. 43 Prozent der Häuslbauer in Oberösterreich und Niederösterreich geben an, den Rohbau weitgehend selbst bzw. mit Hilfe von Verwandten und Freunden zu errichten. Das ergab eine Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts IMAS International im Auftrag der Baufirma Wimberger mit Sitz in Lasberg.

54 Prozent beauftragen eine Baufirma. Befragt wurden 279 Personen in Ober- und Niederösterreich, die gerade ein Haus bauen, in den vergangenen zwei Jahren eines errichtet haben oder kommendes Jahr ein Haus bauen wollen.

Der Anteil jener, die selbst bauen, ist in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben.

Besonders jüngere Personen und Bewohner auf dem Land bauen in Eigenregie, während ältere und in größeren Städten lebende Personen vorzugsweise ein Bauunternehmen beauftragen. "Wer selbst baut, hat meist im Verwandten- oder Freundeskreis Leute mit Erfahrung am Bau, dann ist so ein Vorhaben mit Hilfe von fachkundiger Anleitung und Unterstützung auch umsetzbar", sagt Wimberger-Geschäftsführer Norbert Königsecker. Tatsächlich nannten dies bei der IMAS-Erhebung 82 Prozent als Grund für den hohen Anteil an Eigenleistung. Die geringeren Kosten sind für 72 Prozent entscheidend. Fast der Hälfte der Befragten macht das Häuslbauen aber auch Spaß. Finanzielle Engpässe spielen laut der Studie dagegen eine untergeordnete Rolle.

Auch die Informationsquellen der Häuslbauer wurden abgefragt. Beim Projektstart informierten sich viele Personen zunächst in der Familie, bei Freunden und Bekannten, sagt IMAS-Forschungsdirektor Paul Eiselsberg. 78 Prozent der Befragten nannten ihren engsten Kreis als Informationsquelle.

Persönliche Gespräche wichtig

64 Prozent suchen das persönliche Gespräch mit Bauunternehmern und Baumeistern. An dritter Stelle kommt der Besuch von Wohnbau- und Energisparmessen (60 Prozent). Dahinter folgen Prospekte von Anbietern (56), persönliche Gespräche mit Bankenvertretern (47), Verkaufsstände oder -räume (43) und persönliche Gespräche mit Wohnbauträgern oder Hausbesitzern (34 Prozent).

Das Internet spielt offenbar keine große Rolle. Soziale Medien etwa dienen elf Prozent der Befragten als Quelle. (az)

 

Umfrage bei Häuslbauern (PDF):



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Artikel 30. September 2017 - 00:04 Uhr
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