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Hier entspannt Emanuel Burger

SEEWALCHEN AM ATTERSEE. Der junge Modedesigner pendelt vom Elternhaus am Attersee nach Linz in sein Atelier.

Hier entspannt Emanuel Burger

Im Garten seines Elternhauses genießt der Modedesigner die wunderschöne Oase der Ruhe. Bild: Alexander Schwarzl

Etwas versteckt und abseits der Bundesstraße liegt das Elternhaus von Modedesigner Emanuel Burger. Der 24-Jährige wohnt, wie seine Schwester, noch bei seinen Eltern und pendelt täglich in sein Atelier nach Linz.

Umgeben von Feldern und Kuhweiden ist hier eine kleine Siedlung entstanden, wo man vergebens nach Neubauten sucht. Dank Navi finden wir gleich zur vereinbarten Adresse, und dank der Aufmerksamkeit von Emanuel Burger werden wir auch gleich am Parkplatz freundlich empfangen.

Der Blick ins Land ist wunderschön, das Zuhause, ein revitalisiertes Bauernhaus, wirkt schon von außen äußerst vielversprechend.

Hier entspannt Emanuel Burger

Alte Steinmauern treffen auf moderne Holzelemente, der wunderschön angelegte Garten ist reizend und lässt das Anwesen gleich noch spezieller erscheinen. "Das Haus ist meinen Eltern vor rund 30 Jahren quasi passiert", erzählt Emanuel, der hier aufgewachsen ist. "Mein Vater sollte es eigentlich zustandsmäßig beurteilen. Meine Mutter war bei dem Termin dabei, und die beiden verliebten sich sofort in die alten Mauern. Es gab nur ein Plumpsklo und eine Wasserleitung zur Küche. So hatten meine Eltern ein gemeinsames Projekt", sagt der Modedesigner, der die Oase der Ruhe hier am Attersee sehr zu schätzen weiß.

Alte Werte erhalten

Ins Haus gelangt man durch die alte Haustür. "Bei uns wird abends nicht mit dem Schlüssel zugesperrt, sondern wir schieben einfach den Schuber, einen massiven Holzbalken, vor", sagt der 24-Jährige.

Im noch nicht fertig sanierten Erdgeschoß befindet sich das Büro von Vater Rudolf Burger, der als selbstständiger Hochbautechniker arbeitet.

Eine Holzstiege führt ins Obergeschoß, wo sich die einladende Wohnküche befindet. Ein ovaler Esstisch mit bunten Sesseln, lindgrüne Vorhänge, eine Bar, die den Küchenbereich etwas abtrennt, und ungewöhnliche runde Fenster machen den großen Raum sehr gemütlich.

Hier entspannt Emanuel Burger

Zwei Stufen führen in den Wohnbereich, wo ein großer Kamin und eine gemütliche Sitzgelegenheit dem Raum noch zusätzlich einen ganz eigenen Charakter verleihen. "Hier war früher die Selche. Die haben wir weggerissen. So entstanden interessante Nischen, die in einem Neubau ja undenkbar wären", sagt Burger senior, dem es beim Umbau sehr wichtig war, das Alte bewusst zu erhalten.

Pool statt Attersee

Durch die Küche erreicht man die großzügig dazugebaute Terrasse. Von hier aus schweift der Blick Richtung Attersee, dem Emanuel Burger aber nur sehr selten einen Besuch abstattet. Lieber relaxt er im Garten am Pool: "Gerade abends bin ich hier besonders gerne. Da die Schlafzimmer alle auf der anderen Hausseite sind, kann ich mal etwas lauter Musik hören und noch ein Gläschen Wein genießen. So kann ich nach einem anstrengenden Arbeitstag gut abschalten", sagt Burger, der im Frühjahr seinen Arbeitsbereich nach Linz verlegt hat – der Wohnsitz soll bald folgen.

Auch eine Übersiedelung nach Wien wäre vorstellbar: "Um als Designer wirklich durchstarten zu können, ist die Großstadt unumgänglich. Nur so kann ich eine breitere Masse erreichen", sagt der Designer, der sich am liebsten an "Haute Couture", also an Mode, die rein für den Laufsteg entworfen wird, austobt.

In seinem Atelier in der Linzer Schmidtorstraße schneidert der Oberösterreicher nach Maß oder entwirft Prêt-à-porter-Serien, also Mode, die man tatsächlich tragen kann. Trendfarbe für diesen Herbst ist für Emanuel Burger Bordeauxrot.

 

Zur Person

Modedesigner Emanuel Burger ist mit 24 Jahren einer der jüngsten seiner Branche. Mit 18 hat er sich selbständig gemacht, im Frühjahr 2017 hat er sein Atelier nach Linz verlegt.
Der Absolvent der HBLA Lentia entwirft spektakuläre High Fashion Kollektionen, aber auch tragbare Mode, sogar nach Maß.

Nachgefragt

Ihr Lieblingsplatz? Ich liebe es, anstrengende Tage am Pool mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen.
Derzeit am Nachtkasterl? Eine Lampe, mein auf Flugmodus gestelltes Handy und das Ladegerät.
Immer im Kühlschrank? Fertig-Kaffee. Ich nehme mir diesen mit auf den Weg in die Arbeit

 

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Artikel Daniela Ullrich 23. September 2017 - 00:04 Uhr
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