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Holz-Recycling: Wenn aus den Balken eines alten Stadels edle Tische werden

SCHLIERBACH. Die Schlierbacher Firma Altholz ist europaweit aktiv und feierte gestern 20-Jahre-Jubiläum.

Holz-Recycling: Wenn aus den Balken eines alten Stadels edle Tische werden

Eine Küche im deutschen Oberursel – mit Altholz aus Oberösterreich. Bild: Altholz

Ein Haus oder ein Stadel wird abgerissen. Viel altes Holz fällt an. Oft wird es weggeworfen und nicht wieder verwendet. In den vergangenen Jahren hat sich aber ein Markt dafür entwickelt. Firmen spezialisieren sich auf die Bearbeitung, Veredelung und Wiederverwertung von gebrauchtem Holz – auch und vor allem in Oberösterreich.

Alte Platten, Bretter und Balken erleben eine Art Wiederauferstehung als Tisch, Boden, Fassade oder Decke in Hotels, Restaurants, Privat- und Bürogebäuden. Sie vermitteln den Eindruck, dass Räume schon 150 Jahre alt sind.

Alpine Chalets als Kunden

Ein Pionier ist Hubert Baumgartner. Er arbeitete früher bei der Finanz und hielt Holzbearbeitungs-Kurse. 1997 gründete er die Firma "Altholz" in Inzersdorf. Was manche einst als Spinnerei abgetan haben, ist mittlerweile ein Unternehmen mit 35 Mitarbeitern und rund 7,5 Millionen Euro Umsatz. Gestern, Freitag, feierte "Altholz" das 20-jährige Firmenjubiläum mit einem Tag der offenen Tür in Schlierbach, wohin die Zentrale 2006 verlegt worden war.

Die Idee für das Geschäftsmodell war Baumgartner gekommen, als er in Eigenregie ein Mühlhaus abbaute, um das Material bei der Renovierung eines geerbten Bauernhauses zu verwenden. Heute macht "Altholz" rund 75 Prozent des Geschäfts außerhalb Österreichs – in ganz Europa.

Vor allem in den alpinen Regionen werde altes Holz bei Chalet- und Hotelprojekten verwendet, sagt "Altholz"-Prokurist Thomas Scharl: "Aber auch im urbanen Umfeld steigt die Nachfrage." Der Großteil der Lieferungen gehe noch an finanzkräftiges Klientel, doch werde das Publikum breiter. "Private wollen einzelne Elemente aus altem Holz im Haus."

Prominente Referenzprojekte sind beispielsweise das Hotel Firefly im schweizerischen Zermatt, ein Reisebüro im englischen Newcastle und das Tyrolhotel in St. Anton am Arlberg.

Den Rohstoff suchen die "Altholz"-Mitarbeiter auf Abbruch-Baustellen in Österreich und immer öfter im Ausland. In Schlierbach wird das Holz dann noch einmal geprüft, gereinigt, gehackt und gehobelt. Veredeltes Altholz ist teurer als normales Holz.

Die Konkurrenz von Firmen in Österreich und aus Osteuropa werde größer, sagt Scharl. Punkten wolle man weiterhin als Komplettanbieter, Projektentwickler und mit Erfahrung. (az)

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Artikel 16. September 2017 - 00:04 Uhr
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