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Starke Nachfrage nach Wohnungen im "Speckgürtel" der Städte

AMSTETTEN. Verkaufspreise für Wohnungen in Oberösterreich um knapp zehn Prozent gestiegen.

Makler

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Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Österreich ist ungebrochen hoch. Entsprechend entwickeln sich die Preise. Auch in Oberösterreich ist der Markt für Eigentumswohnungen stark in Bewegung. Das geht aus dem ImmoSpiegel des Maklerverbundes Remax hervor.

2790 Eigentumswohnungen wurden im ersten Halbjahr 2017 in Oberösterreich verkauft. Das sind 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber den Jahren 2012 und 2013 bedeutet das mehr als eine Verdoppelung der Verkäufe. Erstmals überstieg laut Remax der Wert der verbücherten Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr eine halbe Milliarde, exakt 506 Millionen Euro.

Die meisten Wohnungen in Oberösterreich wurden im ersten Halbjahr wenig überraschend in Linz verkauft, nämlich 633. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es hier zwar 698. Das sei aber immer noch der zweithöchste Wert seit 2012, sagt Kurt Gattringer von Remax Linz City.

Als Begründung für diesen Rückgang nennt Gattringer "unter anderem die Preise, die in Linz für viele Kaufinteressen zu hoch sind". In Linz lag der typische Preis für eine Wohnung bei 191.203 Euro, um 9,8 Prozent über dem Halbjahreswert des Vorjahres, gleichzeitig aber um 8000 Euro unter dem Rekord aus dem Jahr 2014.

Was in Oberösterreich auffällt, ist der Zuwachs von Wohnungsverkäufen im Bezirk Linz-Land. Da wurden in der ersten Hälfte des heurigen Jahres 460 Wohnungen verkauft. Im Vorjahr waren es nur 294. Die Durchschnittspreise sind auf 203.096 Euro gestiegen. Dafür hat Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria, eine Erklärung. "Die Erstbezugsquote lag bei mehr als der Hälfte", sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten. Normalerweise liege sie bei rund einem Drittel.

Dahinter steckt ein Trend, der für alle größeren Städte in Österreich gilt, aber vor allem für Linz: "Die Speckgürtel werden größer." Es sei mittlerweile für Bauträger schwierig geworden, in der Stadt selbst entsprechende Flächen zu einem tragbaren Preis zu bekommen. "Man kann nur Wohnungen bauen, die auch gekauft werden", sagt Reikersdorfer.

Der traditionell umsatzstarke Bezirk Gmunden lag im Halbjahr noch hinter dem Vorjahr: 310 Wohnungsverkäufe, um 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Kräftig zulegen konnten hingegen Wels-Stadt und -Land mit insgesamt 302 Einheiten. Das war ein Plus von 82 Verkäufen. Die Preise dagegen sind hier leicht gesunken. 158.584 Euro kostete die typische Wohnung, um 2,2 Prozent weniger als 2016. Das Angebot sei größer gewesen, sagt Ronald Lechner von Remax Wels. (hn)

 

Wohnungspreise in Österreich (PDF):



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Artikel 02. September 2017 - 00:04 Uhr
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